CLOPPENBURG - CLOPPENBURG - Nach dem turbulenten Abgang der Spielerinnen Maike Högemann, Lena Lamping und Mareike Berk gestern Abend (Bericht siehe oben) wollen die Zweitliga-Handballerinnen des TV Cloppenburg mit einem Heimsieg am heutigen Sonnabend gegen die TSG Wismar (Anwurf: 19.30 Uhr) eine sportliche Antwort auf die internen Querelen geben. „Wir wollen heute die Punkte 18 und 19 einfahren. Mit einer so engagierten Abwehrleistung wie im Hinspiel sollte das möglich sein“, hat TVC-Trainer Robert Kalucki gute Erinnerungen an das Hinspiel beim Tabellenelften. Am 18. September vergangenen Jahres siegten die Cloppenburgerinnen an der Ostsee verdient mit 31:25. „Da haben wir 40 Minuten richtig gut gespielt und mit einer 5:1-Abwehr der TSG den Schneid abgekauft“, erinnert sich der Coach.

Trotz der Tabellenkonstellation und der jüngsten 22:28-Heimniederlage gegen Travemünde ist Wismar für ihn absolut kein Abstiegskandidat. Deswegen erwartet er heute einen ungleich schwereren Gang als in der Hinrunde. „Bislang hat sich Wismar unter Wert verkauft und das große vorhandene Potenzial noch nicht abgerufen. Ich hoffe, dass die TSG nicht ausgerechnet gegen uns ihre Leistungsexplosion haben“, sagt Kalucki. Erste Schritte dazu haben die Gäste in der Winterpause schon eingeleitet. Die 42-jährige Co-Trainerin Beatrice Reichel konzentriert sich nun wieder voll auf ihre Aufgabe als Kreisläuferin.

Wismar spielt einen „unbequemen und knallharten Handball“ (Kalucki), der die Cloppenburgerinnen zu viel Laufarbeit zwingt. „Das wird körperlich für uns ein sehr schweres Spiel in dem wir unbedingt dagegen halten müssen“, fordert der Trainer Einsatz. Um gegen die offensive TSG-Abwehr, die bisweilen sogar eine mit einer 3:2:1-Taktik agiert, zu Chancen zu kommen, muss der TVC vor allem im Angriff variabel mit Positionswechseln und viel Bewegung spielen. „Derzeit haben wir leichte Probleme aus der Fernwurfzone, aber mit dem nötigen Engagement bekommen wir unsere Möglichkeiten“, betont Kalucki.

Den Schlüssel zum Erfolg sieht er aber in der eigenen Defensivleistung gegen den wurfstarken Rückraum der Gäste. Besonders aufpassen muss der TVC hier auf die Halbspielerin Romy Schöner, die bislang schon 82 Tore erzielte. Aber auch Diana Sperling oder Franca Kühne wissen, wie sie das Runde in das Eckige bekommen. „Hinten müssen wir gut und aufmerksam stehen. Dabei könnten wir auch auf eine etwas offensivere Abwehrvariante zurückgreifen, um dem Rückraum den Druck zu nehmen. Entscheiden werden wir das aber jeweils situationsbedingt“, legt sich Kalucki noch nicht auf eine Taktik fest.

Der heutige TVC-Gegner unter www.tsg-wismar.de