CLOPPENBURG - CLOPPENBURG - Handball-Zweitligist TV Cloppenburg wird sich nicht adhoc von seinen Spielerinnen Mareike Berk und Maike Högemann trennen. Das ist das Ergebnis einer längeren Aussprache mit der sportlichen Leitung, die am späten Dienstagabend bei Redaktionsschluss noch nicht beendet war. Die beiden Spielerinnen, die zuletzt nur sporadisch zum Einsatz gekommen waren, hatten am vergangenen Sonnabend auf eine Mitfahrt zum Auswärtsspiel beim SV Berliner VG 49 verzichtet (die NWZ berichtete). An der Sitzung nahm neben dem Duo und dem Trainergespann Frank von Häfen und Robert Kalucki „freiwillig“ auch Lena Lamping teil, die ein Gespräch über ihre unbefriedigende sportliche Situation gesucht hatte.

Am Mittwoch zuvor hatte es noch so ausgesehen, als sollte in Anbetracht eines 15er-Kaders eine Spielerin in Berlin auf der Tribüne Platz nehmen müssen. Von Häfen bot daraufhin nach eigenen Angaben einer Spielerin an, in Anbetracht einer 1000-Kilometer-Busfahrt zu Hause zu bleiben. Dieses Angebot richtete sich an Berk, Högemann und die ebenfalls wenig berücksichtigte Lena Lamping – die letztlich „Glückliche“ sollten die drei unter sich ausmachen. Da sich Lamping aber am Freitagnachmittag für Training und Spiel krank abgemeldet hatte, betrachtete von Häfen die Option als erledigt.

„Wir haben den Mädels gehörig den Kopf gewaschen. Solch ein Angebot, etwas untereinander zu regeln, wird es nicht wieder gaben“, erklärte von Häfen. Eine Suspendierung von Berk und Högemann habe im Raum gestanden, letztlich sei den Spielerinnen aber „die dunkelgelbe Karte“ gezeigt worden.

Unterdessen verdichten sich die Anzeichen, dass im Falle von Berk und Högemann die Anzeichen zumindest zum Saisonende auf Trennung stehen. „Mareike Berk bemüht sich zurzeit um einen Studienplatz in Hannover oder Göttingen. Von Maike Högemann werden wir uns aus sportlichen Gründen zu 90 Prozent trennen“, erklärte von Häfen.

Bis dahin sei die Tür aber (noch) nicht zugeschlagen. Über Trainingsleistungen können sich sowohl Berk und Högemann als auch Lamping wieder herankämpfen. Dass das Trio aber bereits am Sonnabend im Heimspiel gegen Wismar oder am darauf folgenden Mittwoch in Greven wieder größere Spielanteile bekommt, hielt von Häfen gestern für unwahrscheinlich.

Betont zurückhaltend gaben sich gestern Lamping und Berk. „Ich bin im Moment mit meiner sportlichen Situation nicht zufrieden und habe das Gespräch mit den Trainern gesucht“, sagte Lamping, während Berk lediglich erklärte, „dass es sich um eine teaminterne Angelegenheit handelt“. Maike Högemann war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.