CLOPPENBURG - CLOPPENBURG - Eine Woche vor der Liga-Konkurrenz starten die Oberliga-Handballer des TV Cloppenburg in die Rückrunde. Heute, 19.30 Uhr, erwarten die Mannen von Trainer Andreas Roßberg den Tabellenzweiten VfL Horneburg. „Das ist gleich der richtige Gegner. Beide Teams haben Respekt voreinander. Die Spiele sind schon Klassiker", hofft Roßberg auf regen Zuschauerzuspruch.

Dass die Horneburger vor der TVC-Halle Respekt haben, zeigt ein Blick auf die Internetseite des Vereins. Dort ist von der „Hölle Cloppenburg“ mit dem „besten Publikum der Liga“ die Rede, das besonders den jungen Spielern des VfL Probleme bereiten könnte. In der Tat haben die Gäste aus dem Alten Land nur einen der jüngsten sechs Vergleiche in Cloppenburg gewinnen können. Der letzte VfL-Erfolg datiert vom 20. November 1999, als der VfL knapp mit 21:20 gewann.

Wo vielerorts die beiden groß gewachsenen Brüder Christoph und Stefan Hagedorn – Letztgenannter ist im Übrigen Spielertrainer – als die Horneburger Stärke schlechthin genannt werden, nötigen Roßberg vor allem die jungen Spieler der Gäste reichlich Respekt ab. „Horneburg hat eine tolle Jugendarbeit. Mit Andreas Del, Timo Meyn und Philip Grote stehen Youngster in den VfL-Reihen, die in der Liga stark auf sich aufmerksam machen. Gemeinsam mit den üblichen Verdächtigen wie die Hagedorn-Brüder, Björn Tschritter oder Kreisläufer Thorsten Koch ist das eine enorm schlagkräftige Truppe, die wir nicht ans Laufen kommen lassen dürfen."

Das Hinspiel gewannen die Gäste im September vergangenen Jahres verdient mit 29:25. Seinerzeit fehlte beim TVC Kapitän Frank Heinen, so dass es an Alternativen im Rückraum mangelte. Heute darf Roßberg fast aus dem Vollen schöpfen, denn Heinen ist ebenso mit von der Partie wie der von einem Bänderriss genesene Torsten Landwehr. Damit erhöhen sich auch die taktischen Möglichkeiten im Vergleich zu den vergangenen Spielen. Allerdings ist Rechtsaußen Holger Willus aus beruflichen Gründen nicht dabei. Roßberg: „Willus hat derzeit einen guten Lauf und wird uns sicherlich fehlen."

Als mögliche Entschuldigung will er den Ausfall aber nicht gelten lassen. Dafür habe man sich zu gewissenhaft zwischen den Feiertagen und im noch jungen Jahr vorbereitet. So stimmte ein Trainingsspiel am vergangenen Donnerstag gegen den Verbandsligisten SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn – das der TVC mit 36:26 gewann – die Cloppenburger auf den Wettkampfalltag ein. Denn trotz des zurzeit guten sechsten Platzes ist die Situation noch sehr prekär – das Tabellenbild täuscht etwas. Vom elften Rang trennt die Cloppenburger nämlich lediglich ein Punkt. „Die Mannschaft weiß, worum es gegen Horneburg geht. Ein guter Start im ersten Spiel der Rückrunde sorgt für das nötige Selbstvertrauen und entspannt die Lage doch ungemein.“