CLOPPENBURG - Trainer Andreas Roßberg fordert von seiner Mannschaft eine Ende der jüngsten Negativserie. Der angepeilte dritte Rang liegt zurzeit in weiter Ferne.
Von Oskar Grote
CLOPPENBURG - Zum zweiten Freitag-Heimspiel der Saison erwarten die Oberliga-Handballer des TV Cloppenburg in Gestalt des TV Bissendorf-Holte einen alten Bekannten. Anwurf ist um 20.30 Uhr in der Halle an der Schulstraße. Die Bissendorfer rangieren auf dem drittletzten Rang und hinken damit den Erwartungen weit hinterher. Aber auch der gastgebende TVC hat seine selbst gesetzten Ziele bisher nicht erreicht.Derzeit auf dem fünften Tabellenplatz angesiedelt, ist der anvisierte dritte Rang durch eine Negativserie von zuletzt 1:11 Punkten in weite Ferne gerückt. Obwohl somit vieles auf eine Partie ohne größere Bedeutung hindeutet, sagt Cloppenburgs Trainer Andreas Roßberg: „Ein Sieg ist Pflicht, um den negativen Trend zu beenden. Dafür muss die Mannschaft alles aus sich herausholen. Vor eigenem Publikum müssen wir für die schlechte Leistung bei der 32:38-Niederlage gegen den ATSV Habenhausen Wiedergutmachung betreiben. Wir wollen nicht einfach die Saison abschenken.“
In einer Analyse am vergangenen Mittwoch hat der Coach seiner Mannschaft die Leviten gelesen und klar gemacht, dass er mit den zuletzt gezeigten Leistungen nicht einverstanden ist. „Wenn es spielerisch mal nicht läuft, muss man halt im kämpferischen Bereich eine Schippe drauflegen.“
Das Hinspiel haben die Cloppenburger im Dezember vergangenen Jahres mit 30:32 verloren. Dabei ließ die Roßberg-Sieben gleich vier Siebenmeter ungenutzt. Grund dafür waren die Torhüter Olaf Baum und Wolfgang Kanke, die beide unter den besten Fünf Siebenmeter-Killern der Liga auftauchen.
Im Hinspiel feierte der Rumäne Ovidiu Moldovan in seinem letzten Spiel für das Team von Coach Klaus Waldhelm mit zwölf Toren einen gelungenen Abschied. Moldovan ist zwar nicht mehr dabei, ungefährlicher macht es den Gast aber nicht unbedingt. „Die Bissendorfer sind seit dem Weggang von Moldovan viel unberechenbarer geworden, denn viel weniger Tore werfen sie nicht“, weiß Roßberg. Nur der Rückraumrechte Frank Kavermann sticht mit mehr als 130 Treffern etwas heraus.
Um dieser schwer einschätzbaren Mannschaft den Wind aus den Segeln zu nehmen, nennt Roßberg, der auf Spielmacher Alexander Horst wegen einer Bänderdehnung im Sprunggelenk verzichten muss, ein einfaches Rezept: „Wir müssen uns in der Abwehr mit einer leidenschaftlichen Vorstellung die Sicherheit holen. Dann klappt es auch im Angriff besser. Vor allen Dingen will ich mein Team aber kämpfen sehen.“
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