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Hobby Brieftauben starten wieder


Auflassleiter Wolfgang Brinker will auch in dieser Saison für faire Preisflüge sorgen, bei denen der Schutz der Tauben an erster Stelle stehen soll.
Heinz Haupt

Auflassleiter Wolfgang Brinker will auch in dieser Saison für faire Preisflüge sorgen, bei denen der Schutz der Tauben an erster Stelle stehen soll.

Heinz Haupt

Cloppenburg - Die Reisevereinigung Cloppenburg der Brieftaubenzüchter, der fünf Vereine mit Züchtern aus der Stadt Cloppenburg sowie aus den Gemeinden Cappeln, Emstek, Garrel und Molbergen angeschlossen sind, ist mit dem ersten Preisflug in die neue Saison gestartet. Nach mehreren Vorflügen über geringe Entfernungen, bei denen sich die Tauben auf die bevorstehenden Flüge vorbereiten konnten, geht es jetzt über längere Distanzen.

Einsatz nur getrennt

„Beim Einsetzen der Tiere auf der Sammelstelle in Höltinghausen beachten wir strikt die uns vorgegebenen Auflagen wegen der gegenwärtig herrschenden Coronavirus-Pandemie. So erfolgt der Einsatz nur getrennt nach den einzelnen Vereinen, unter Einhaltung des vorgeschriebenen Abstandes“, sagt Auflassleiter Wolfgang Brinker. Ein Spezialfahrzeug, der so genannte Kabinenexpress transportierte beim ersten Preisflug 746 Tauben der Reisevereinigung Cloppenburg zu einem großflächigen Auflassplatz in Lüdenscheid.

Zielsicher kehrten die gefiederten Freunde der Züchter mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 80 km/h zu den heimatlichen Schlägen zurück. Im Verlauf der Saison verlängern die Züchter schrittweise die Entfernungen. Die ein- und mehrjährigen Tauben starten in diesem Jahr zu insgesamt zwölf Preisflügen. Mit einer Distanz von 680 Kilometern steht der längste Flug des Jahres ab Gray (Frankreich) auf dem Reiseplan.

Mitte August gehen dann die Jungtauben auf die Reise. Als Anfänger absolvieren diese lediglich an fünf Wochenenden Flüge über Entfernungen von 100 bis höchstens 350 Kilometer.

Die besten und schnellsten Tauben aller Züchter werden über die Fluggeschwindigkeit in Metern pro Minute errechnet. Diese ergibt sich aus der Auflasszeit, der Ankunftszeit und der zurückgelegten Strecke. Die unterschiedlichen Entfernungen der einzelnen Taubenschläge vom Auflassort werden anhand Koordination jedes einzelnen Schlages berücksichtigt.

Ein elektronisches Konstatiersystem stoppt die Zeit automatisch. An jedem Schlag befindet sich eine Antenne. Die Tauben tragen an einem Bein einen speziellen Fußring mit einem elektronischen Chip. Betreten die „Heimkehrer“ den Schlag, werden Daten, Zeit und Nummer der Taube erfasst. Die Daten aller am Preisflug teilnehmenden Züchter wertet anschließend die Reisevereinigung aus. Die beste Taube wird diejenige sein, die am meisten Preise und Punkte gesammelt hat.

Lange Ruhepause

Jede Reisevereinigung hat einen Flugleiter, der vom Verband Deutscher Brieftaubenzüchter und dem Deutschen Wetterdienst geschult ist. Nach einer mehrstündigen Ruhepause für die Tauben am Auflassort bestimmt er den geeigneten Zeitpunkt des Starts, nachdem er sich über die Wetterlage auf der gesamten Strecke informiert hat.

Wetter entscheidend

„Bei Nebel, Regen, Sturm oder Gewitter bleibt der Kabinenexpress geschlossen,“ teilt der Vorstand der Reisevereinigung Cloppenburg mit. Hier hat es einen Wechsel gegeben . Für Günter Zimmermann, der den Vorsitz abgegeben hat, steht jetzt Ewald Fischer aus Varrelbusch als 1. Vorsitzender an der Spitze der Vereinigung.

Beim ersten Preisflug der neuen Saison hatte Wolfgang Brinker vom Verein Emsteker Bote die vier schnellsten Tauben und stellte damit auch die beste Dreierserie. Weitere Erstplatzierte in der Preisliste: 5. Jacek Konta, Großenkneten, 6. Manfred Penning, Varrelbusch, 7. Wolfgang Brinker, 8. Manfred Penning, 9. Heinz Reher, Sevelten, 10. Manfred Penning.

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