Cloppenburg/Höltinghausen - In der Handball-Landesliga der Frauen stehen für den TV Cloppenburg die Wochen der Wahrheit an. An diesem Samstag trifft der TVC in eigener Halle auf ASC GW Itterbeck (Anwurf: 17 Uhr), ehe eine Woche später der Kracher gegen den Spitzenreiter HSG Osnabrück steigt. Derweil empfängt der SV Höltinghausen diesen Samstag den Elsflether TB. Die Partie beginnt um 18 Uhr.

TV Cloppenburg - ASC GW Itterbeck. Die bittere 22:32-Niederlage am vergangenen Wochenende gegen Vorwärts Nordhorn hat TVC-Trainer Theo Niehaus zu den Akten gelegt. „Das war eine schlechte Leistung von uns. Wir haben darüber gesprochen und jetzt ist es gut gewesen“, sagt Niehaus. Sein Blick geht jetzt nur noch nach vorne, genauer gesagt nach Itterbeck.

Itterbecks „Spione“ haben den TVC in der besagten Partie gegen Vorwärts Nordhorn unter die Lupe genommen. Auch Niehaus hat Erkundigungen über Itterbeck eingeholt, und tüftelt an der richtigen Marschroute und an taktischen Kniffen, um die Partie zu gewinnen. Ihm ist sonnenklar, dass es eine schwere Aufgabe wird. Zumal Itterbeck in Sachen Klassenerhalt noch lange nicht durch ist. „Itterbeck muss punkten und wird nichts herschenken“, sagt Niehaus.

Auch Niehaus und seine Spielerinnen werden die Spendierhosen im Kleiderschrank lassen. Sie brauchen ebenfalls die Punkte. Bei einem Sieg übernimmt der TV Cloppenburg zumindest für kurze Zeit die Tabellenführung, weil die HSG Osnabrück diesen Samstag erst um 19 Uhr in Holdorf spielt. Ob beim TVC Eugenia Maier auflaufen kann, ist fraglich. „Eugenia hatte es zuletzt ziemlich erwischt“, so Niehaus. Am vergangenen Dienstagabend stieg Katrin Hobbie derweil wieder ins Training ein.

SV Höltinghausen - Elsflether TB. Mit einem Sieg gegen das Team aus der Wesermarsch bei gleichzeitiger Niederlage des SV Holdorf gegen Tabellenführer Osnabrück könnte die Mannschaft von Trainerin Kerstin Wichmann schon einmal vorzeitig den Klassenerhalt klarmachen. Die Aussicht reizt die Trainerin ebenso wie die Möglichkeit, die Scharte aus dem Hinspiel wieder auszuwetzen, das der SVH mit 33:35 verlor. „Das wollen wir wieder gutmachen, vor eigenem Publikum und in einer vernünftigen Halle“, sagt Kerstin Wichmann mit dezentem Seitenhieb auf die schwierigen Bodenverhältnisse beim Hinspiel.

Das „so gut wie erreichte“ Saisonziel will das Team im vorletzten Heimspiel festzurren. Auch mit Blick auf das Restprogramm: „Wir haben noch zwei schöne Brocken auf dem Plan, allein deshalb wollen wir auch zügig weiter punkten“, sagt Wichmann. „Wenn wir Elsfleth schlagen, müssen wir uns umso weniger den Kopf wegen Osnabrück oder Barnstorf/Diepholz zerbrechen.“

Die Vorgabe für das letzte Heimspiel ist für die Trainerin klar: „Wir müssen konzentriert reingehen und unseren Stiefel durchziehen. Wenn wir so spielen wie in den letzten Wochen, sehe ich da gar kein Problem.“

Probleme gibt es auch personell nicht, denn alle Spielerinnen, die in der letzten Woche noch fehlten, sind wieder dabei. „Alle sind fit und heiß aufs Spiel“, sagt Wichmann. „Bei Sarah Ebendt zwickt die Hüfte noch immer, aber sie kommt mit und wir sehen vor Ort, was bei ihr geht. Sie ist ja genau so eine Kämpferin wie die anderen Mädels.“

Stephan Tönnies
Stephan Tönnies Redaktion Münsterland (Lokalsport)