Cloppenburg/Höltinghausen - Beim Handball-Landesligisten TV Cloppenburg gibt es personelle Änderungen für die Saison 2020/21. Torhüterin Caroline Tiedeken wechselt zu den SFN Vechta, Lea Hillmer zur HSG Barnstorf/Diepholz. Dafür kommen vom BV Garrel Torjägerin Alisha Aumann und Kreisläuferin Lisa Fehlinger zum TVC.

TV Cloppenburg - SV Vorwärts Nordhorn 32:25 (18:13). Den Tabellendritten überflügelt und selbst erster Verfolger des Führungsduos GW Mühlen/SG Neuenhaus/Uelsen geworden: Die Gastgeberinnen boten eine jederzeit überzeugende Vorstellung und hatten die gefürchtete Torschützin Sabrina Kuite auf halbrechts gut im Griff. Der Innenblock mit Kathrin Hobbie, unterstützt von Anna Boch oder Eugenia Maier stand sicher, so dass der Gast häufig scheiterte und wegen seines nicht guten Rückzugsverhaltens vom Tempo des TVC über beide Außenbahnen oft überrollt wurde. Lena Büssing führte glänzend Regie, belohnte sich mit sieben Feldtoren, die auch Lea Hillmer aus dem Rückraum verbuchte. So war die Partie zur Pause mit 18:13 fast schon gelaufen, wurde die nie gefährdete Führung sogar bis auf acht Tore ausgebaut.

TVC: Backhaus, Tiedeken - Klostermann (1), Büssing (10/3), Boch, Kohlsdorf (6), Neelen (3), Hohnhorst (1), Maier, Hilmer (7), Lengutin (1), Hobbie (1), Debbeler (1), Germann (2).

SV Höltinghausen - GW Mühlen 29:30 (11:16). Große Trauer und viele Tränen beim Gastgeber – nicht unbedingt, weil nach toller Leistung und einer 29:27-Führung (57.) doch gegen den Tabellenführer verloren wurde. Das Entsetzen hatte sich gut zehn Minuten zuvor eingestellt, als Sarah Walter unglücklich landete, dabei sich das linke Knie wegdrehte. Der Verdacht bestätigte sich leider am vergangenen Montag: Kreuzbandriss mit Innenbandruptur. Zuvor hatte es sie schon zweimal (!) im rechten Knie erwischt.

Dass die Mannschaft trotz dieses Schocks und ohne Sarahs Schwester Lena, die Spielmacherin fehlte verletzungsbedingt und war als Betreuerin dabei, in der Schlussphase doch ganz dicht an der Überraschung war, verdient ein dickes Kompliment. „Unter all diesen Umständen kann ich meine Mannschaft nur sehr loben und muss sie trösten“, sagte Trainerin Kerstin Wichmann. So führte der große Favorit Mühlen 12:6 (19.) und 16:11 (28.) – vornehmlich durch Tempogegenstöße –, schien alles den erwarteten Verlauf zu nehmen. Aber die 3:2:1-Abwehrformation mit der vorgezogen agierenden Greta Menke, die am Kreis Ann-Katrin Felstermann (operiert) vertrat, gelang danach sehr gut. Anneke Brockhaus, die im Rückraum eine exzellente Vorstellung bot, glich per Siebenmeter zum 19:19 aus (40.) und läutete das spannende Finale ein. Aber ausgerechnet die Siebenmeter gaben den Ausschlag: Der SVH nutzte nur sechs von neun . . .

SVH: Reinke, Lampe - Hinz, Menke (3), Brockhaus (11/4), Ebendt (4/2), Fangmann (2), Wienken (2), Grabowicz (4), Rickels, S. Walter (3).