Cloppenburg/Höltinghausen - Die Frauen des Handball-Landesligisten TV Cloppenburg erlitten einen Rückschlag. In der Schlussphase war der TVC im Abschluss nicht abgezockt genug.

Handball, Frauen Landesliga: SG Neuenhaus/Uelsen - TV Cloppenburg 32:29 (14:14). Vierte Saisonniederlage und damit nun vier Punkte Abstand auf den Spitzenreiter Vorwärts Nordhorn für den TV Cloppenburg – dabei mussten die Gäste auf Eugenia Maier, die nur im Notfall aufgelaufen wäre, sowie auf Swetlana Lengutin (privat verhindert) verzichten. Torhüterin Lena Backhaus, geschwächt durch einen Infekt, machte Platz für Carolin Tiedeken, die fast ausschließlich im Tor stand und ihre Aufgabe gut erledigte.

Weniger gut lief es nach einer sehr ausgeglichenen, kampfbetonten ersten Halbzeit dann aber nach dem Seitenwechsel. „Da haben wir es in der Deckung häufig nicht verstanden, das Spiel der SG aus dem Rückraum an den Kreis zu unterbinden“, kritisierte Trainer Theo Niehaus. Ferner kassierte der TVC zu viele Gegentreffer von den Außenpositionen.

Von der Einstellung her konnte dem Gast kein Vorwurf gegen die heimstarken Gastgeber gemacht werden, die mit diesem Sieg am TVC vorbei auf Rang zwei kletterten. Was in dieser Partie fehlte, in der sich die SG zunächst phasenweise auf zwei, nach 50 Minuten auf drei Tore absetzte, war die Cleverness in ganz wichtigen Phasen. Zwar verkürzte der Gast immer wieder, aber beim Stand von 31:28 in der 58. Minute ließ Cloppenburg danach vier klare Chancen in Serie aus. „Da hätten wir abgezockter agieren müssen und hätten so zumindest den verdienten Ausgleich erzielen können“, sagte Niehaus, der das Rennen um den Aufstieg aber noch längst nicht als abgehakt betrachtet.

TVC: Tiedeken, Backhaus - Klostermann (2), Büssing (12/6), Boch, Kohlsdorf (3), Neelen, Hillmer (5), Kalvelage (1), Hobbie (1), Hohnhorst (1), Germann (4); Maier (n.e.).

SV Höltinghausen - HSG Phoenix 27:24 (13:11). Mehr als der Pflichtsieg gegen das weiterhin punktlose Schlusslicht der Spielgemeinschaft Bassum/Twistringen/Syke – kurz HSG Phoenix – war für den Tabellensechsten nicht drin. Dazu fehlte es im Gegensatz zum mit 30:19 gewonnenen Hinspiel an Tempo und auch am konstruktiven Zusammenspiel. „Es gab zu viele Einzelaktionen bei uns, obendrein haben wir zu viele technische Fehler gemacht“, sagte Trainerin Kerstin Wichmann, die auf Christina Greten, Leonie Rickels und Lena Lampe – die Torhüterin wurde geschont – verzichten musste.

So entwickelte sich kein sehenswertes Spiel, in dem der SVH zwar stets knapp führte, aber erst nach der Pause den Vorsprung mit 16:12 erstmals auf beruhigende vier Tore ausbaute. Auch wenn es der Gast mit zwei Kreisläuferinnen versuchte, was dem Gastgeber nicht immer behagte, hielt der sichere Vorsprung bis zum Ende.

SVH: Reinke, Lampe (n.e.) - Menke (1), Brockhaus (6/3), Felstermann (6), Ebendt (6), Fangmann (6), Wienken, Grabowicz, Schouten, S. Walter (2).