Höltinghausen/Friesoythe/Cloppenburg - Zum Spitzenspiel kommt es an diesem Sonnabend in der Weser-Ems-Liga der Handballerinnen: Um 18.30 Uhr treten die Tabellendritten des SV Höltinghausen beim Ligaprimus SW Osterfeine an. Außerdem empfängt bei den Männern die HSG Friesoythe die HSG Grönegau-Melle (Sonnabend, 17 Uhr), und die Reserve vom TV Cloppenburg spielt gegen die HSG Haselünne/Herzlake (Sonnabend, 17.15 Uhr).

Frauen: SW Osterfeine - SV Höltinghausen. Nach ihren Erfolgen gegen Dinklage II treten die Höltinghauserinnen im Spitzenspiel gegen den Tabellenersten SW Osterfeine an. „Wir haben den Vorteil, dass wir die Punkte nicht holen müssen, wir können locker aufspielen und vielleicht Osterfeine ärgern“, sagt SVH-Coach Christoph Harney.

Sein Team müsse die Tempogegenstöße auf der linken Seite vermeiden und Osterfeine in den Positionsangriff verwickeln, um eine Chance zu haben. Zudem solle es eigene Fehler minimieren und seine linke Abwehrseite nicht nach hinten drängen lassen.

Für längere Zeit fehlen wird Carolin Richter: Die SHV-Spielerin hatte sich im zweiten Dinklage-Spiel verletzt. Sie habe einen Kreuzbandriss, und der Innenmeniskus sei gerissen, so Harney. Zudem sei die Kapsel beschädigt.

Männer: HSG Friesoythe - HSG Grönegau-Melle. Die Tabellensiebten aus Friesoythe treffen auf den Spitzenreiter aus Melle. „Gegen Melle lagen wir im Hinspiel zur Halbzeit mit 15:30 hinten“, erinnert Friesoythes Trainer Johannes Grumbd sich. „Das wollen wir diesmal deutlich verbessern.“

Dabei weisen die Gäste eine deutlich positive Tordifferenz auf (+215). „Sie haben eine ungewöhnlich offensive Abwehr und sind vorne immer in Überzahl“, erklärt Grumbd. Mit viel Bewegung ohne Ball wolle sein Team dagegen arbeiten. Dabei komme es auch auf die Rückwärtsbewegung an: „Eigentlich spielen sie eine permanente zweite Welle“, weiß der Coach.

Dabei wird er am Sonnabend auf Jan-Philipp Willmann (abwesend) und wohl auch auf Christian Wilhelm (beruflich verhindert) verzichten müssen. „Sonst sind alle fit“, sagt Grumbd, der der Partie positiv entgegenblickt: „Wir gehen in jedes Spiel und wollen gewinnen. Und eine Niederlage ist gegen den Tabellenersten nicht so tragisch wie gegen einen Nachbarn.“

TV Cloppenburg II - HSG Haselünne/Herzlake. Nach einem spielfreien Wochenende starten die Tabellenzweiten des TVC wieder voll durch: „Wir wollen das Spiel unbedingt gewinnen“, meint TVC-Trainer Markus Gabler vor der Partie gegen Haselünne/Herzlake und blickt dabei auch auf die Tabellensituation.

„Wir wollen die Chance nutzen: Wenn Melle unentschieden spielt, können wir wieder Erster werden“, erklärt der Coach. Das würde den direkten Aufstieg bedeuten. Im Torverhältnis liegen die Cloppenburger (+216) einen Treffer vorne. „Wir hoffen auf unsere Freunde aus Friesoythe“, sagt Gabler lachend. „Wir würden dann auch eine Kiste Bier rüberreichen. Schützenhilfe ist gut.“

Dennoch gelte: „Wir müssen unser Spiel machen“, fordert der Trainer. Dabei dürfe sich sein Team nicht auf die Spielweise der Haselünner einlassen. „Sie sind körperlich relativ stark.“ Seine Mannschaft sei indes technisch und konditionell besser. „Wir müssen das Tempo hochhalten.“ Im Hinspiel habe sein Team zur Pause zurückgelegen, erinnert sich Gabler. „In der zweiten Halbzeit haben wir Gas gegeben.“

Am Sonnabend wird er dabei auf Anatoli Wolkow (beruflich verhindert) und Taddäus Wilken (Studium), sowie auf Nico Neunzig (Lehrgang) und Tobias Bärlein (muskuläre Probleme) verzichten.