CLOPPENBURG - Mit zahlreichen Gästen hat der BV Cloppenburg am Wochenende seinen 90. Geburtstag gefeiert. „Es gab Höhen und Tiefen. Derzeit läuft alles sehr gut. Wir blicken optimistisch und neugierig in die Zukunft“, unterstrich Vereins-Präsident Professor Dr. Joachim Schrader, dass der Ballspielverein von 1919 putzmunter ist.
Neben dem Kreisvorsitzenden Werner Busse (Cloppenburg) ließ es sich auch der – aus Garrel stammende – Präsident des Norddeutschen Fußballverbandes, Eugen Gehlenborg, nicht nehmen, zu gratulieren. Auch Vertreter der Nachbarvereine TuS Emstekerfeld, BW Galgenmoor und DJK Stapelfeld waren der Einladung gefolgt.
Nachdem ein Teil der Gäste bei einem Kleinfeldturnier den Ball hatte rollen lassen – Stadionsprecher Günther Nietfeld glänzte mit sechs Treffern als erfolgreichster Schütze – ließ Geschäftsstellenleiter Herbert Schröder die 90-jährige Geschichte des Fußballvereins, der zudem seit Jahren eine Damengymnastikabteilung sein eigen nennt, ausführlich und amüsant Revue passieren.
Bevor der BVC am 22. März 1919 vom ersten Vorsitzenden August Imsiecke und seinen fußballbegeisterten Freunden gegründet wurde, hatte es bereits zwei Fußballvereine unter den Namen Amor Cloppenburg und SV Cloppenburg gegeben, die jedoch schnell wieder von der Bildfläche verschwanden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg lief kurzzeitig der spätere deutsche Nationaltrainer Jupp Derwall im Cloppenburger Trikot auf. Schröder erinnerte auch an die unvergessenen Auftritte gegen die Schalker Knappen und West Ham United, die mit all ihren Stars an der Soeste antraten, sowie das DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Nürnberg 2006, bei dem die neue Haupttribüne eingeweiht wurde.
Unerwähnt blieb natürlich auch nicht Trainerlegende Bruno Ebel, der wie alle früheren Trainer eingeladen worden war. Ebel ließ es sich nicht nehmen, „seinem“ BVC aus seinem Hamburger Ruhesitz ein Grußwort zu übermitteln. Außerdem nutzten die BVC-Verantwortlichen die Gelegenheit und verliehen in Gestalt von Heiner Ortmann einem Urgestein die Ehrenmitgliedschaft. „Ich bin seit 63 Jahren im Verein. Bis auf den Posten als 1. Vorsitzender habe ich hier schon alles gemacht“, berichtete Ortmann. Er dankte auch seiner Gattin. „Sie hat zwar vom Fußball keine Ahnung, hat mir aber für den BVC immer alle Freiheiten gelassen.“
