CLOPPENBURG - CLOPPENBURG - 47 Gramm wiegt der neueste Schatz von Wolfgang Hagemann. Den Mikro-Doppeldecker hat der Cloppenburger selbst gebaut. „Es ist wahrscheinlich das kleinste Modell dieses Typs“, meint Hagemann, der seit mehr als 30 Jahren dem Hobby Modellfliegen frönt. Der Mikro-Doppeldecker, den er kürzlich beim „Indoor-Meeting“ in Bochum vorgeführt hat, lässt er auch am 16. Januar in Cloppenburg fliegen. An dem Sonntag steigt in der Sporthalle an der Leharstraße das „3. Indoor-Meeting“ des Modellbauclubs (MBC) Cloppenburg. „Indoor-Meeting“ bedeutet Modellfliegen in der Halle. Der Eintritt ist frei.

Gehörte das Treffen im Vorjahr bereits zu den größten in Norddeutschland, erwartet Hagemann dieses Mal an die 100 Piloten. „Wenn alle kommen, die sich im Internet angemeldet haben, stoßen wir an die Grenze des Machbaren.“ Schließlich nähmen die Piloten Anfahrten von bis zu 400 Kilometern in Kauf, um in Cloppenburg ihre Modelle fliegen zu lassen. Verfolgten im Vorjahr im Laufe des Sonntags rund 1500 Zuschauer die Flugvorführungen, geht Hagemann für den 16. Januar von einer ähnlichen Resonanz aus. „Für die Zuschauer ist das hoch interessant, bekommen sie doch Flugzeuge und Techniken vorgeführt, die sonst selten zu sehen sind.“ Das Fliegen in der Halle gehört selbst in der Modellbauszene zu einem „Nischenprodukt. „Das eigentliche Modellfliegen findet halt draußen statt“, erklärt Hagemann und verweist auf das großen Treffen des MBC im vergangenen Sommer auf dem Fliegerhorst Ahlhorn.

Beehrte im Vorjahr der Vizeweltmeister im „3D-Kunstflug für Hubschrauber, Petr Novonty, das Cloppenburger Fliegertreffen in der Halle, hat dieses Mal Daniel Brüssow aus Münster sein Kommen angekündigt. Er zählt laut Hagemann zu den besten Aero-Musical-Piloten in Deutschland. Diese Disziplin war es im vergangenen Jahr auch, die das Publikum zu spontanen Beifallsstürmen hingerissen hat. „Aero-Musical beim Modellfliegen ist wie Eistanzen beim Eiskunstlauf“, vergleicht Wolfgang Hagemann. Die Piloten lassen ihre Modelle zu Rock- und anderer Musik durch die Halle „tanzen“.

Zu den weiteren Vorführungen gehören die Pylon-Rennen. Dabei liefern sich mehrere Piloten ein Zehn-Runden-Rennen in der 50 Meter langen Halle, wobei an jedem Ende ein Pfeiler umkurvt werden muss. Eine dritte Disziplin ist der Synchron-Kunstflug mit zwei oder mehreren Modellflugzeugen.