CLOPPENBURG - Aufstieg zum Greifen nah: Die Volleyballerinnen des TV Cloppenburg bestreiten an diesem Sonnabend in Nienburg an der Weser die Relegation um den Aufstieg in die neue dritte Liga. Gegner ist BW Dingden. Dingden ist in der Regionalliga West beheimatet. Die Spielzeit beendeten die Blau- Weißen um Trainer Michael Kindermann mit 24:20 Punkten auf Platz fünf. Gespielt wird in der Leintorhalle (Hannoversche Straße 75). Das Spiel beginnt um 15 Uhr.

Zeitgleich findet in einer anderen Halle die zweite Relegationspartie zwischen dem VC Nienburg und dem RC Borken-Hoxfeld statt. Die Sieger beider Partien lösen ihr Drittligaticket.

Cloppenburgs Trainer Panos Tsironis hat im Vorfeld alles mögliche versucht, um Informationen über BW Dingden zu sammeln. „Dennoch habe ich es nicht geschafft, ein Video von einem Dingdener Ligaspiel aufzutreiben“, sagt Tsironis, der auf Natalie Miller verzichten muss. Sie fällt verletzungsbedingt aus. Dennoch ist er zuversichtlich. „Ich habe ein gutes Gefühl. Schließlich ist meine Mannschaft in einer guten Verfassung“, sagt er. Für die Libero-Position hat er Margareta Hellmann und Irene Miller nominiert.

Um nichts dem Zufall zu überlassen hat der Grieche den Kader mit drei Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft aufgefüllt. Marita Lüske, Annelie Hachmöller und Heike Schleifer werden die Reise nach Nienburg antreten. „Die Mädels sind eine Bereicherung für die Mannschaft“, sagt Tsironis.

Die Dingdenerinnen können ebenfalls nicht in Bestbesetzung auflaufen. Außenangreiferin Simone Weidemann befindet sich im Urlaub. Aus der zweiten Mannschaft rückt dafür Nadine Heynck nach. Der Aufstieg in die dritte Liga wäre für BW Dingden der zweitgrößte Erfolg nach dem Zweitliga-Aufstieg 1989. Größtes Talent im Kader ist Lisanne Meis. Sie wird bereits mit dem Erstliga-Spitzenverein USC Münster in Verbindung gebracht.

Unabhängig vom Ausgang der Relegation sieht sich der TVC für die Zukunft gut gerüstet. „Sicherlich wäre der Aufstieg eine tolle Sache. Aber für uns bricht keine Welt zusammen, wenn es nicht klappen sollte“, sagt Cloppenburgs Volleyballabteilungsleiter Hubert Kulgemeyer. Ein möglicher Aufstieg wäre auch nicht gleichbedeutend mit einem finanziellen Kraftakt. „Die Kosten würden nicht explodieren. Denn der finanzielle Mehraufwand zwischen der alten und neuen Klasse ist überschaubar“, sagt Kulgemeyer.

Acht Teams haben sich bereits für die dritte Liga qualifiziert. Hier alle Teams im Überblick: SG Langenfeld, Fortuna Bonn, VC Olpe, GFL Hannover, SV Bad Laer, Oldenburger TB, SV Wietmarschen und der Moerser SC. Der Moerser SC ergatterte den Startplatz TV Wernes, der aus der Zweiten Liga abgestiegen ist. Werne geht dann anstelle des Moerser SC in der Regionalliga an den Start.

Stephan Tönnies
Stephan Tönnies Redaktion Münsterland (Lokalsport)