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Tischtennis Kreisverband plädiert für Saisonabbruch

Wilhelm Berssen

Cloppenburg - Am Montagabend trafen sich die Leiter der Tischtennisvereine und der Tischtennisabteilungen des Landkreises zu einer Videokonferenz. Auf der Tagesordnung standen die Themen Punktspielsaison, Pokalrunde, Minimeisterschaften und Trainingsbetrieb. Nahezu alle Vereine waren vertreten. Es ging darum, für die anstehende Verbandstagung zum Thema Saisonfortführung ein Meinungsbild zu erstellen.

Klare Meinungen

Das Ergebnis fiel dabei sehr eindeutig aus. Alle Redner befürworteten einen sofortigen Abbruch der bisher unterbrochenen Saison. Die dabei genannten Gründe sind vielfältig. Im Landkreis Cloppenburg ist noch für viele Wochen mit einer erhöhten 7-Tage-Inzidenz zu rechnen. Es sei völlig sinnlos, auf Besserung zu warten, um dann in wenigen Wochen auf Biegen und Brechen eine Fortführung der Saison durchzupeitschen.

Auch wenn unter Einhaltung der Hygienekonzepte kontaktfreie Spiele möglich werden sollten, bleibt das Problem der Anreise zu den Punktspielen. In einigen Gemeinden ist zudem geplant, in den Sporthallen örtliche Impfzentren zu errichten. Dabei weiß niemand wann und für wie lange. Es gab zu diesem Thema keinen Widerspruch. Martin Meinerling vom SV Petersdorf regte an, bei einem gegensätzlichen Beschluss des Landesverbandes alle Kreismannschaften abzumelden.

Trotzdem würden viele Sportler aber gern trainieren. Wie in einigen anderen Sportarten, wie zum Beispiel Tennis, ist das ja sogar schon jetzt erlaubt. Natürlich wäre es auch beim Tischtennis möglich, dass sich jeweils zwei Spieler völlig kontaktfrei zum Training in der Halle verabreden. Dazu müssten aber der Landkreis und die Gemeinden die Sportanlagen wieder öffnen. In Oldenburg wird das ab dem 15. Februar möglich sein.

Keine Ortsentscheide

Auch die vom Tischtennisverband propagierte Durchführung der Minimeisterschaften stieß auf einhellige Ablehnung. Kein Verein plant momentan einen Ortsentscheid. Nach 36 erfolgreichen Jahren wird es in diesem Jahr erstmals keinen Kreisentscheid geben.

Im April neu beraten

Der Kreisvorsitzende Markus Koopmeiners und der Sportobmann Christoph Germann regten an, den Pokalwettbewerb möglicherweise im Mai und im Juni zu Ende zu führen. Die große Mehrheit sah auch dafür nur wenig Chancen. Anfang April soll erneut darüber beraten werden, ob man den Vereinen auf freiwilliger Basis ein solches Angebot machen sollte. Die Corona-Lage müsste sich bis dahin aber gravierend verbessert haben.

Patrick Scheper teilte mit, dass das Sommercamp in der Sportschule Lastrup momentan nicht gecancelt wird. Scheper wies darauf hin, dass die Veranstaltung im letzten Sommer trotz der Pandemie, sehr erfolgreich durchgeführt werden konnte.

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