Cloppenburg/Wetschen - 18 Jahre ist Kevin Lück vom MSC Cloppenburg jung. Doch schaut man auf seine Visitenkarte als Bahnsportfahrer, könnte man meinen, man hat es mit einem „alten Hasen“ zu tun. Schließlich nahm Lück schon häufiger an Weltmeisterschaften teil. Dies geht es aus dem neuesten Interview des MSC Cloppenburg hervor, welches Thore Weiner (MSC-Pressewart) mit dem Fahrer unlängst geführt hatte.
Bahnsport
„Dass ich öfter an der Weltmeisterschaft teilnehmen durfte, das kann mir keiner mehr nehmen“, sagt Lück, der aus Wetschen kommt. Wie er seinerzeit zum Bahnsport gekommen ist, weiß er noch, als wenn es gestern war. Sein Vater nahm ihn mit zum Sandbahn-Ostertraining nach Wagenfeld. „Und dann wollte ich den Sport auch direkt ausprobieren.“
Wenn nicht auf der Bahn oder in seinem Maschinenpark unterwegs ist, treibt Lück seine beruflichen Planungen voran. „Ich mache eine Ausbildung zum Straßenbauer, die mir auch sehr viel Spaß macht“, sagt Lück. Die Lehre möchte er jetzt erstmal erfolgreich abschließen. Und dann schauen wir weiter, so Lück.
Doch zurück zum Bahnsport. Wenn er am Wochenende auf seinen Maschinen im Einsatz ist, beginnt unter der Woche die Vorbereitung. Dann geht er mit seinem Vater zusammen in die Werkstatt und bereitet die Motorräder vor.
Sein Maschinenpark besteht aus einem Langbahnmotorrad und einem Speedwaymotorrad. „Eventuell möchte ich noch ein zweites Langbahnmotorrad aufbauen“, verrät Lück.
Langbahnrennen
In Zukunft will Lück mehr Langbahnrennen fahren. „Aber das eine oder andere Speedway-Rennen möchte ich trotzdem fahren“, sagt Lück. Offen ist, an wie vielen Rennen Lück in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie teilnehmen kann. Dies ist schwer zu sagen. In einer Saison ohne Corona fahre er bestimmt 20 Rennen, so Lück weiter.
Während die Rennteilnahmen in dieser Saison noch eine große Unbekannte bilden, konnte Lück immerhin schon einige Trainingseinheiten bestreiten. „Oftmals finden diese Trainings beim MC Norden statt. Dort sind die Inzidenzwerte sehr niedrig“, berichtet Lück. Sollten eines Tages die Rennen wieder losgehen, dürfte er sich auf Rennen in Vechta und im niederländischen Roden freuen. „Das sind meine Lieblingsbahnen, da die Sandbahnen sehr schnell sind“, sagt Lück.
Führerschein
Seinen Auto-Führerschein hat der 18-Jährige bereits in der Tasche. Er fährt auch gerne Auto. Dies dürfte sein Vater auch gerne hören, schließlich sprang sein Vater in früheren Jahren häufig in die „Chauffeur-Rolle“. „Ja klar, Papa freut sich, da er mich elf Jahre lang zu den Rennplätzen gefahren hat. Jetzt können wir uns die Touren besser einteilen“, sagt Lück.
