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NWZonline.de Sport

Nabu will keine Kite-Surfer auf Dümmer

27.11.2018

Damme /Diepholz Der Naturschutzverband Nabu und der Dümmer-Beirat haben vor dem Kite-Surfen auf dem Dümmer See gewarnt. Am Mittwoch, 28. November, wird nun das Thema „Kitesurfen auf dem Dümmer“ im Landtagsausschuss Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz erörtert.

„Der aktuell massiv nach vorn geschobene Wunsch, den See für das Kitesurfen freizugeben, verlässt das rechte Maß‘“, erläutert Dr. Holger Buschmann, Landesvorsitzender des NABU Niedersachsen. In regelmäßigen Abständen haben alle Landesregierungen Kitesurf-Anträge auf dem Dümmer geprüft und abschlägig beschieden, zuletzt im Jahr 2016. „Die Gründe dafür bestehen nach wie vor. Der Dümmer ist Bestandteil des europäischen Schutzgebietssystems Natura 2000“, sagte Buschmann.

Verschiedene Gutachten belegen bereits heute den starken Scheucheffekt auf Wasservögel, der durch die Kite-Schirme verursacht wird. Durch die geringe Größe des Sees würde eine Freigabe für Kiter voraussichtlich nahezu die gesamte Seefläche für Wasservögel entwerten. Dies dürfte nicht mit den Vorgaben für das EU-Vogelschutzgebiet vereinbar sein. Der See hat über die Jahre an Bedeutung für Wasservögel zugenommen. Heute erreichen viele Arten deutlich höhere Anzahlen als noch vor 10 oder 20 Jahren und nutzen den See auch über den Sommer als Rast- und Nahrungsgebiet. Dies steht u.a. im Zusammenhang mit dem mittlerweile regelmäßig auftretenden Wasserpflanzenbestand.

„Wir sind überzeugt davon, dass der Dümmer für das gefahrlose und zugleich naturverträgliche Kitesurfen einfach zu klein ist“, fasst Dr. Buschmann zusammen. Nach Erfahrungen mit dem Kitesurfen am Steinhuder Meer sind sogar noch weitere Bedenken hinzugekommen: Grundsätzlich sind Surfen und Kiten zwei unterschiedliche Sportarten im Besonderen auf ihr Gefahrenpotenzial bezogen. Das gemeinsame Surfen und Kiten ist in fast allen Revieren Europas durch behördliche Erlasse geregelt worden. Der Grund ist bekannt und durch sehr viele, auch tödliche, Unfälle dokumentiert. Die Ursache liegt in den hohen Aufprallgeschwindigkeiten beider Sportarten. Zusätzlich benötigt der Kiter mehr Raum als andere Wassersportler.

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