Wilhelmshaven - Erst mit der Entsorgung von mehr als 60 Mülltüten und dem Abbau der Bühne war für Gunnar von Oehsen am Sonntag der Dance4-Fans-Contest, den die Tanzschule von Oehsen für rund 360 Teilnehmer in der Nogathalle ausgerichtet hatte, vorbei. Das, was für andere ein freies Wochenende darstellt, war damit für den 50-Jährigen aber noch nicht angebrochen. Fünf Tanzkurse harrten noch ihres Entertainers – normales Tanzlehrer-Business an einem Sonntag.
Erfolgreiche Helfer wie die „Muddi-Crew“
Aus einer Sporthalle eine Contest-Location zu machen – „das war eine Herausforderung“, stellte von Oehsen im Rückblick fest. Aber eine, die sich gelohnt hat. Denn dem subjektiven Eindruck des Tanzlehrers („Entspannte Atmosphäre“) folgte bereits ein Lob des Verbandes, für den es, so von Oehsen, der bisher beste Contest in einer Sporthalle war. „Tolle Nachrichten“ etlicher Teilnehmer trudelten zudem im Nachklapp beim Tanzlehrer ein.
Verlassen konnte sich die Tanzschule als Helfer auf den Jugendtanzkreis sowie rund 40 Eltern, die zum Teil an ihren Shirts (The Muddi Crew) zu erkennen waren. „Das hat perfekt funktioniert“, freute sich von Oehsen. Als Dank wird der Cafeteria-Erlös an die Eltern gehen, um so Teile der Fahrkosten zur Deutschen Meisterschaft am 11. Mai in Neunkirchen bestreiten zu können. Denn bereits jetzt ist klar: Weil sich alle drei Teams der Tanzschule qualifiziert haben, werden für die Tour ins Saarland zwei Busse benötigt.
Der Mann im Hintergrund mit dem Trainingsanzug für besonders Anlässe: Gunnar von Oehsen.
Dirk Gabriel-Jürgens
Tanzen wie die Stars – das sorgte in der Nogathalle beim Dance4Fans-Contest für eine stets dicht umlagerte Bühne. Das Foto zeigt Mayla Leukert (Tanzschule Dunse), die bei den Juniors 1 Master Soli Platz 7 belegte.
Dirk Gabriel-Jürgens
Sofia Argryropoulou (Schauburg)
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Juniors 1 Master Soli: Jill Christina Neidert (Heigl).
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Mixed D’Motion – das Newcomer Team der Tanzschule Dunse
Dirk Gabriel-JürgensNeben den Teams gab es auch ansonsten Grund zur Freude. Immaculata-Sophie Ozouwa setzte sich bei den Juniors 2 durch. Und Lilli von Oehsen belegte nach vier Runden im mehr als 60 Teilnehmer umfassenden Masters-Feld bei den Adults im Finale Platz 6.
Jil Erika Helmke:Fünf Starts, fünf Siege
Die größte Abräumerin der Tanzschule Dunse war Jil Erika Helmke. Fünf Starts, fünf Siege – das war eine lupenreine Bilanz für die 10-Jährige in ihrer zweiten Wettkampfsaison. Und mit dem Sieg im Soli-Wettbewerb bestätigte die Dunse-Tänzerin, dass ihr Erfolg vor zwei Wochen in Valkenburg mit der neuen Choreografie kein Zufall war. Tanzschulinhaberin Marsha Dunse hält große Stücke auf die 10-Jährige: „Ein echtes Talent – und eine richtige Rampensau.“
Pech hatte Kim Michelle Striepens. Dunses Dance4-Fans-Trainerin, seit kurzem auch Wertungsrichterin, wunderte sich bereits in der Zwischenrunde über die weit auseinander liegenden Einschätzungen der Kollegen auf der Tribüne der Nogathalle (Plätze 3 bis 24), im Semifinale war dann nach dem gefühlt besten eigenen Auftritt Endstation.
Enger Kontakt zumHausmeister der Halle
Viele kleine „Auftritte“ hatte derweil Gunnar von Oehsen, dessen Hauptarbeit aber bereits im Vorfeld erledigt war. Der „Mann mit dem großen Schlüssel“ war vor allem aber einer mit dem direkten Kontakt zum Hausmeister der Halle. Und der wurde mehr als einmal benötigt – auch wenn es nur um vergleichsweise Banales ging. Gunnar von Oehsen: „Immer wenn in der Cafeteria der Wasserkocher angestellt wurde, flog die Sicherung raus. Aber der Hausmeister wusste alles: Welcher Schlüssel, welche Sicherung – die Zusammenarbeit war eine glatte 1.“ Bestnoten und Fleißkärtchen verdienten sich auch die Moderatoren. Matthias Held und Helge von Oehsen sagten im Dauereinsatz Startnummern an und verteilten kleine Geschenke.
Ansonsten war es ein Contest wie immer: Getanzt und gefeiert wurde auf und neben der Bühne.
