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NWZonline.de Sport

„Das ist wie Weihnachten für mich“

20.05.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-05-22T07:42:41Z 280 158

Van Gerwen Gewinnt Darts-Premier-League:
„Das ist wie Weihnachten für mich“

London Als die TV-Kameras längst vom Sender waren, zückte sein Handy und knipste noch ein Selfie mit dem Siegerpokal und den verbliebenen Fans. Auch über eine halbe Stunde nach dem emotionalen Finale und der doch noch geglückten Titelverteidigung in der Premier League wirkte der Darts-Weltmeister komplett geladen. „Das ist wie Weihnachten für mich. Ich bin sehr, sehr begeistert und glücklich“, sagte der Niederländer am späten Donnerstagabend in den Londoner Katakomben nach einem mitreißenden 11:10-Erfolg gegen Peter Wright.

Der Schotte hatte bei eigener Führung von 10:9 sechs Match-Darts verworfen und damit den sicher geglaubten Turniersieg noch aus der Hand gegeben. „Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, ich bin erledigt“, gestand van Gerwen. Dem 28-Jährigen blieb nur die Zuschauerrolle und das Prinzip Hoffnung. „Es ist selten, dass jemand sechs Match-Darts gegen mich vergibt. Zum ersten Mal in meiner Karriere habe ich ein Match auf diesem Weg gewonnen“, sagte van Gerwen, der schon 2:7 zurücklag.

„Mighty Mike“ gilt als hochemotionaler Spieler, pusht sich mehr noch als seine Rivalen vor, während und nach den Matches. Van Gerwen selbst sieht diesen Aspekt zusätzlich zu seiner spielerischen Überlegenheit als weiteren Vorteil gegenüber der Konkurrenz. „Der Druck in solchen Spielen ist immens groß. Und mit solchen Situationen wie heute wird mein mentaler Vorteil nur noch größer und größer“, meinte der Niederländer, der zum dritten Mal nach 2013 und 2016 den als Liga ausgespielten Wettbewerb gewinnen konnte.

Premier-League-Titel hin oder her: Es zeichnet sich ab, dass mit „Snakebite“ Wright wieder ein echter Widersacher für van Gerwen heranwächst. Der 47 Jahre alte Schotte gewann drei der ersten fünf Stationen auf der European Tour und schlug den Niederländer im direkten Duell in Sindelfingen jüngst mit 6:0. Van Gerwens Erfolg am Donnerstag war einer gegen den Trend, in dem Wright so etwas wie der Spieler der Stunde war.

„Das nächste Mal, wenn ich gegen ihn im Finale spiele, werde ich es nicht vergeben“, sagte ein spürbar geknickter Wright nach der Niederlage im letzten Leg: „Du musst erst lernen, zu verlieren, bevor du gewinnst. Und jetzt werde ich nicht mehr verlieren.“ Van Gerwen adelte Wright als „fantastischen Spieler“ und „einen der ganz Großen“. Die ganz wichtigen Duelle habe bislang aber immer er, der Weltranglistenerste, gewonnen, äußerte van Gerwen.

Das Spitzenquartett, zu dem bei den Playoffs im Londoner O2 auch der Schotte Gary Anderson und Rekord-Weltmeister Phil Taylor aus England gehörten, gibt in diesem Jahr das Tempo auf der Welttour vor. An ihnen führt kaum ein Titel vorbei. Der 56 Jahre alte Taylor scheint dabei in seiner letzten Saison noch mehr zu sein als ein gefährlicher Außenseiter.

Bei seinem 9:10 gegen Wright im Halbfinale scheiterte der Darts-Dauerbrenner aus Stoke-on-Trent nur denkbar knapp. „Ich hatte nicht genug Kraft. Peter war der bessere Spieler“, sagte der sechsmalige Triumphator Taylor, der wie später Wright Matchdarts vergab und so ein letztes großes Finale auf der Premier-League-Bühne verpasste. Ausgelassen jubeln und Selfies machen durfte stattdessen ein befreiter van Gerwen. Mit dem Siegerpokal in der Hand schickte er gleich noch einen Gruß an die Rivalen: „Ich muss sehen, dass ich meine Form noch steigern kann. Ich kann noch besser spielen.“

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