• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Sport

Erfolge und Schicksale im Überblick

08.11.2019

Robert Enke wurde 1977 in Jena geboren und feierte in der Saison 1995/96 beim damaligen Zweitligisten Carl Zeiss Jena sein Profidebüt. Nach seinem Wechsel zu Borussia Mönchengladbach im Sommer 1996 dauerte es bis zum August 1998, ehe er in der Bundesliga debütierte. In jener Saison 1998/99 stieg Gladbach am Saisonende ab, Enke hatte aber mit starken Leistungen andere Vereine auf sich aufmerksam gemacht. Er ging für drei Jahre zu Benfica Lissabon, im Sommer 2002 folgte der Wechsel zum FC Barcelona. Dort kam Enke nicht zurecht. Er hatte Engagements bei Fenerbahce Istanbul und CD Teneriffa, ehe er 2004 zu Hannover 96 wechselte. Dort fand er zu alter Form zurück, im März 2007 debütierte er sogar in der Nationalmannschaft. Er bestritt acht Länderspiele, das letzte im August 2009, rund drei Monate vor seinem Tod.

Dass Enke an Depressionen litt, wusste außerhalb seiner Familie nur ein kleiner Kreis. Seit 2003 hatte er sich deshalb mehrfach in Behandlung begeben.

Seit dem Jahr 2000 war Enke mit Teresa verheiratet, die er bereits in Jena kennengelernt hatte. 2006 hatten die beiden einen schweren Schicksalsschlag zu verkraften, als ihre gemeinsame Tochter Lara im Alter von nur zwei Jahren an den Folgen eines angeborenen Herzfehlers starb. Im März 2009 adoptierte das Paar ein zwei Monate altes Mädchen.

Am 8. November 2009 bestritt Enke sein letztes Bundesligaspiel (2:2 gegen den Hamburger SV). Zwei Tage später nahm er sich im Alter von 32 Jahren das Leben, als er sich in Neustadt am Rübenberge in der Nähe seines Wohnortes vor einen Zug warf.

Die Bestürzung über den Suizid war riesig. Am 15. November fand in Hannovers Fußballarena eine Trauerfeier mit rund 40 000 Gästen statt, es sprach unter anderem der damalige DFB-Präsident Theo Zwanziger.

Die Witwe Teresa Enke gründete Anfang 2010 gemeinsam mit dem DFB, der DFL und Hannover 96 die Robert-Enke-Stiftung. Diese setzt sich für einen offeneren Umgang mit der Krankheit Depression ein. Am vergangenen Montag wurde in Hannover der Film „Auch Helden haben Depression“ gezeigt, in dem Teresa ausführlich über die Erkrankung ihres verstorbenen Mannes spricht.

Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2030
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.