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NWZonline.de Sport

DEL-Clubs plagen finanzielle Sorgen

04.09.2009

MüNCHEN Kühnhackl gegen Kühnhackl – mit einer Familienzusammenführung der besonderen Sorte startet die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) in ihre neue Saison. Gleich zum Auftakt bekommt es die deutsche Eishockey-Legende Erich Kühnhackl mit dem eigenen Sprössling Tom zu tun, der erst 17 Jahre alt ist, als talentierter Stürmer aber schon den Sprung ganz nach oben geschafft hat. Mit den Augsburger Panthern steht er an diesem Freitag (19.30 Uhr) bei den Frankfurt Lions vor seinem DEL-Debüt, und das unter den wachsamen Augen seines Vaters, der in Frankfurt als Sportdirektor arbeitet. Im Vorjahr machte sein Sohn mit 22 Scorerpunkten bei seinem Heimatverein Landshut Cannibals in der Zweiten Bundesliga auf sich aufmerksam. „Tom macht auf dem Eis Sachen, die ich in dem Alter noch nicht konnte“, sagt der 58-jährige Vater.

Junior siegesgewiss

Lohn war ein Vertrag als Förderlizenzspieler in Augsburg, wo er in der kommenden Saison „nicht auf der Ersatzbank versauern, sondern ausreichend Eiszeit bekommen wird“, betont Panther-Trainer Larry Mitchell. Und am Anfang geht es gleich gegen den Verein des Vaters. „Das spornt mich zusätzlich an. Hauptsache, wir gewinnen“, so Tom Kühnhackl.

Abseits des Vater-Sohn-Duells ist das – meist fehlende – Geld das dominierende Thema in der DEL. Die Etats werden gekürzt, die Spieler verzichten zum Teil freiwillig auf Gehalt, und die Liga baut schon für den nächsten Krisen-Fall vor. „Die Talsohle ist noch nicht erreicht. Es wird noch ein, zwei Jahre abwärts gehen“, sagt Marco Stichnoth, Geschäftsführer der Hannover Scorpions.

Laut einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte erwarten die Clubs Einbußen im Sponsoring und Ticketverkauf, die den Löwenanteil der Einnahmen ausmachen. Folgerichtig senkten neun Vereine ihre Etats und sparten dabei vor allem beim Personal. „Neuverpflichtungen verdienen zehn bis 20 Prozent weniger als noch vor ein, zwei Jahren“, sagt DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke.

In Hannover hätte dies nicht gereicht. Dort verzichten auch die Profis kollektiv auf 15 Prozent ihres Gehalts, um den Club am Leben zu erhalten. Der Etat konnte insgesamt um eine halbe Million Euro nach unten geschraubt werden.

Aufsteiger verzichtet

Dabei war bereits in der vergangenen Saison das Finanzproblem allgegenwärtig: Die Nürnberg Ice Tigers verhinderten in letzter Minute eine Insolvenz, die Füchse Duisburg zogen sich aus der DEL zurück, Zweitligameister Bietigheim Steelers verzichtete aus Kostengründen auf einen Aufstieg. Auch die Kölner Haie sowie die Scorpions und die Kassel Huskies gerieten in finanzielle Engpässe.

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