Delmenhorst/Ganderkesee - Der Jubel kannte keine Grenzen, als zur Siegerehrung Tina Turners „Simply the best“ durch die Lautsprecher hallte. Die Roten Teufel, Fußballer der Lebenshilfe Delmenhorst, haben die Goldmedaille bei den Bundesspielen von Special Olympics in Kiel gewonnen.

Im letzten Gruppenspiel, was gleichzeitig Endspielcharakter hatte, weil sowohl die Delmenhorster als auch die Mannschaft aus Uelzen bis dato ungeschlagen und punktgleich waren, gewannen die Roten Teufel sensationell mit 1:0. Mit hohen Siegen war Uelzen durch die Punktrunde marschiert und schien zunächst nicht zu schlagen. Die Roten Teufel jedoch deckten mit konzentriertem und durchdachten Spiel die vermeintlichen kleinen mentalen Schwächen ihres Gegners auf und machten das kaum für möglich gehaltene wahr: Mit dem knappen 1:0-Sieg sicherten sie sich Platz eins.

„Wir haben uns bislang eher weniger auf das Spiel des Gegners eingestellt, sondern unsere eigenen Stärken ins Spiel gebracht. Dieser Gegner war jedoch nur durch den gezielten Fokus auf dessen Spielweise zu schlagen“, bekräftigte Trainerin Jutta Lobenstein. Mit starker Defensive und teilweise in Manndeckung wurden die exzellenten Einzelkönner der Uelzener aus dem Spiel genommen, was den Gegner derart demoralisierte, dass die Roten Teufel das Übergewicht im Spiel erwirkten und Norman Mischke das Siegtor gelang.

Fünf Tage in Kiel mit insgesamt 4500 Aktiven in diversen Sportarten werden den zehn Fußballern und drei Begleitern der Lebenshilfe Delmenhorst als unvergessliches Erlebnis in Erinnerung bleiben.

Den Erfolg erreichten Norman von Aschwege, Roy Clasen, Stephan Vagt, Marcel Kühne, Hans-Werner Hausmann, Kim Sanftleben, Dominik Brohmann, Bastian Fabianowicz, Florian Musial, Norman Mischke sowie die Begleiter Marika Maus, Ulli Schulz und Jutta Lobenstein.