DELMENHORST - Vor 450 Zuschauern hat die HSG Delmenhorst in einem begeisternden Schlussspurt im ersten Relegationsspiel zur Handball-Verbandsliga gegen den VfL Horneburg noch ein 32:32 (15:15) erkämpft. Zwei Minuten vor dem Ende sah sie beim 29:32 schon wie der Verlierer aus. Held des Tages war Torwart Malte Cordes, der Sekunden vor dem Ende einen Siebenmeter der Gäste parierte. Trotzdem war HSG-Spielertrainer Andre Haake nicht zufrieden. „Wir waren eigentlich die spielerisch bessere Mannschaft, doch wir haben gegen den starken Gäste-Keeper etliche Chancen liegen gelassen“, sagte er. „Dazu kamen einige unglückliche Szenen unserer Torhüter, und auch die Deckung zeigte gegen den bärenstarken Rückraum einige Schwächen, die wir für das zweite Spiel am Sonntag unbedingt noch aufarbeiten müssen.“

Die Gäste gingen zunächst zielstrebiger zur Sache als die HSG. Die Horneburger Deckung mit einem überragenden Torwart Lukas Kröger stand sicher, im Angriff setzten Steffen Schalk und Jan Tensdahl die Akzente. Angefeuert von rund 100 mitgereisten Fans lag der VfL zunächst immer vorn, ohne dass er die HSG abschütteln konnte. In der Schlussphase der ersten Halbzeit führte die kurzzeitig etwas konzentrierter abschließende HSG mit 15:13, schaffte es aber nicht den Vorsprung zu halten. Auch nach dem Seitenwechsel (15:15) starteten die Gäste besser und legten zwei bis drei Tore vor. Sie hielten diesen Vorsprung lange. Die HSG kämpfte sich zwar immer wieder heran, doch der Ausgleich gelang nicht. Als alles verloren schien, setzte sie aber zum Endspurt an, in dem vor allem Frederic Oetken mit drei Toren in Folge, darunter zwei verwandelte Siebenmeter, glänzte. Cordes hielt das Remis dann fest.

Für das Rückspiel an diesem Sonntag will die HSG Delmenhorst zwei Fanbusse einsetzen, die um 12.15 Uhr vom Deichhorst-Center abfahren. Wer mitfahren möchte, wird gebeten, sich unter   0172/3773735 anzumelden.

HSG: Cordes, Lettmann – Ahrens 7, Albers, Coors, Eilers 3, Haake 3, Janßen 1, J. Lehmkuhl, Markowski, Müller, Oetken 14/9, Schenk 4.

Zeitstrafen: HSG 4, VfL 7; Rote Karte: Jan Lehmkuhl (59., 3. Zeitstrafe); Siebenmeter: HSG 9/9, VfL 4/3.