Hohenkirchen - Großeinsatz vor dem Schulzentrum in Hohenkirchen: Der Parkplatz zwischen Schulgebäude und Sportanlagen quillt vor roten Feuerwehrfahrzeugen förmlich über, auf dem Sportplatz kommandiert eine Feuerwehrfrau mit ziemlich jungem Gesicht einen Trupp von acht Leuten – „Wasser marsch, stopp“, schallt es über den Platz. Ein paar Meter weiter steht ein Mann in Uniform, in der Hand eine Bratwurst – und beobachtet recht gleichmütig die Szene.
Was der Mann in Uniform beobachtet, ist natürlich kein richtiger Einsatz, sondern lediglich ein Wettkampf. Beim Bezirksentscheid in Hohenkirchen ermittelten am Sonntag 36 Jugendfeuerwehren die Besten der Bezirksebene Weser-Ems. Sieger wurde das Team von Beckeln I (Oldenburger Land) vor „Jade Grün“ aus der Wesermarsch und Beckeln II.
Aus dem Nordkreis von Friesland nahm keine Jugendabteilung teil – keiner war es gelungen, sich beim Kreisentscheid durchzusetzen.
„Da gibt es keine Ausnahmen, auch nicht für den Gastgeber“, sagt Ingo Theilen, Kreispressewart beim Feuerwehr-Verband Friesland. „Alles andere würden die jungen Leute nicht verstehen – es geht hier um Leistung.“
Und diese Leistung hatten die Jugendfeuerwehren auf den Sportplätzen in Hohenkirchen zu bringen. Zwei Teile umfasste der Wettbewerb – einen 400-Meter-Hindernislauf sowie eine Löschübung.
„In dem Wettbewerb geht es vor allem um Teamwork – und Disziplin“, sagt Markus Alexander Lehmann, der für die Öffentlichkeitsarbeit beim Bezirk Weser-Ems zuständig ist.
Neun junge Feuerwehrleute umfasst jede Gruppe bei dem Wettbewerb. Bei der Löschübung geht es nicht nur um die beste Zeit – auch Haltung, Disziplin oder technische Aspekte – etwa Knotentechniken – fließen in die Wertung mit ein. Ein Gruppenführer gibt die Befehle, die Feuerwehrleute haben Hindernisse zu überwinden.
Gleich am Anfang geht es über einen Teppich, der einen Graben simulieren soll. Dazu gibt es weitere Hindernisse, wie etwa einen Tunnel, durch den die Feuerwehrleute kriechen müssen, eine kleine und eine große Hürde.
Ziel ist es, einen Wasserschlauch zu verlegen und die Versorgung mit Wasser herzustellen. Ausgebildete Punktrichter schauen dem Nachwuchs dabei bei jedem Schritt und Tritt zu. Am Ende hatte die erste Mannschaft der Jugendfeuerwehr Beckeln die Nase knapp vorn.
