• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Sport

Wer Ist Klaus-Michael Kühne?: Der Milliarden-Fan

24.01.2015

Hamburg Wenn etwas nicht in seine Kalkulation passt, macht Klaus-Michael Kühne seinem Ärger schnell Luft. Man sollte in Hamburg nicht so viele Fahrradwege bauen, schon gar nicht, wenn sie sein neues Luxushotel behindern, meinte der neue Großinvestor des Hamburger SV kürzlich in einem Interview. Kühne ist ein Unternehmer mit klaren Prinzipien. Sein „loses Mundwerk“ wird den HSV fortan begleiten.

Der 77 Jahre alte Wahl-Schweizer hat es mit knallhartem Geschäftssinn zu einem Vermögen von mehr als fünf Milliarden Euro gebracht. Emotionen haben dabei keinen Platz. Außer, es geht um seine Heimat Hamburg und seine Jugendliebe, den HSV, an dem er seit Donnerstag 7,5 Prozent der Anteile hält. „Es ist eine Leidensgeschichte, die nicht so verlaufen ist, wie ich mir das erhofft habe“, hatte Kühne vor kurzem noch in einem Zeit-Interview über frühere Investments beim Bundesliga-Dino gesagt.

Seit 2010 engagiert er sich mit seiner Finanzkraft bei den Hanseaten, frühere Geldspritzen brachten allerdings nicht den gewünschten Erfolg. Dennoch gewannen Kühne-Intimus Karl Gernandt und Dietmar Beiersdorfer („Herr Kühne ist nicht immer einfach“) den Unternehmer nach langwierigen Gesprächen für ihre Pläne. Kühne, dem 55,75 Prozent der Spedition Kühne+Nagel und Anteile an der Reederei Hapag-Lloyd gehören, stieg mit insgesamt 34,75 Millionen Euro beim HSV ein.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Verschenkt hat der kühle Rechner, der sogar auf Kreuzfahrten mit seiner Frau Christine das Geschäft weiterführt, das Geld freilich nicht. Doch er bescherte den Machern des HSV frisches Kapital. Und er landete mit dem Erwerb der Namensrechte an der Arena für die kommenden vier Jahre und der Umbenennung in „Volksparkstadion“ einen echten PR-Coup in eigener Sache. „Ich wünsche mir, dass unsere Mannschaft im Volksparkstadion wieder an alte Erfolge anknüpfen kann“, sagte er.

Zuletzt hatte das Ansehen des reichen Mannes aus der Schweiz erheblich gelitten. Kühnes Breitseiten sorgten immer wieder für Aufregung beim HSV - ins Stadion geht er derzeit nach Anfeindungen der Fans nicht mehr. „Mir gehört der Verein nicht. Aber wenn mein Geld schlecht bewirtschaftet wird, sage ich einen Satz dazu“, erklärte er dem Magazin Stern.

Es waren viele Sätze, die er zum „weinerlichen“ Ex-Trainer Mirko Slomka, zum inzwischen abgesetzten „Drittliga-Manager“ Oliver Kreuzer oder zur „nicht eingespielten Mannschaft“ streute. Vor Jahren kritisierte er auch eine Vertragsverlängerung mit Torhüter Jaroslav Drobny. Offenbar weil seine Frau Angst hatte, dass ihr damaliger Lieblingsspieler Frank Rost seinen Platz im Team verliert.

Als Anteilseigner wird Kühnes Wort beim HSV noch einmal deutlich an Gewicht gewinnen. Es finde „zwangsläufig eine weitere Professionalisierung der Abstimmung mit den Gesellschaftern statt“, sagte HSV-Finanzchef Frank Wettstein am Donnerstag.

Auch künftig wird der Milliardär nicht hinterm Berg halten, wenn ihm etwas nicht passt. Doch die Hoffnung ist da, dass der HSV Kühne mehr Freude bereitet als die Stadt mit ihrer Verkehrsplanung rund um sein neues Hotel an der schicken Hamburger Fontenay: „Fahrradfahren ist eine schöne Sache, aber das sollte man eher im Grünen tun.“

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.