Oldenburg - Viel Nervenkitzel, dramatische Wendungen und zwei Punkte: So lässt sich das Wochenende der Spieler von SWO II in der Tischtennis-Verbandsliga zusammenfassen. Die Oldenburger spielten sowohl gegen den weiter auf dem vorletzten Rang liegenden Geestemünder TV, als auch im Derby gegen den zuvor drittplatzierten TV Hude 8:8 und sind nun ihrerseits Tabellendritter.
SW Oldenburg II - Geestemünder TV 8:8. „Vor dem Spiel haben wir die Partie ausgeglichen gesehen“, erklärte der SWO-II-Mannschaftsführer Jona Dirks. Und das bestätigte sich auch: Mehrmals wechselte die Führung, keine Mannschaft setzte sich ab. Bei 31:31 Sätzen und fast ausgeglichenem Punkt-Verhältnis war das 8:8 ein folgerichtiges und gerechtes Ergebnis. „Wir sind damit absolut zufrieden“, meinte Dirks: „Für uns zählt jeder Punkt gegen den Abstieg.“
Nach einem 2:1 in den Doppeln und zwei verlorenen Spielen im oberen Paarkreuz hielten Thuong Nguyen gegen Peter Odoje und Heye Koepke mit cleverem Spiel gegen Abwehrer Daniel Reifschneider die Gastgeber in der Partie. Der aktuell in bestechender Form agierende Nico Schulz erhöhte auf 5:3. „Nico ist momentan eine echte Maschine“, erklärte Jan Huster.
Daniel Bock steigerte sich im zweiten Einzel gegen Yannick Klüver deutlich gegenüber seinem ersten Auftritt und erhöhte auf 6:4, ehe Geestemünde drei Partien für sich entschied. Dirks unterlag dabei ebenso knapp in fünf Sätzen gegen Anton Depperschmidt wie Nguyen gegen das eigentlich von ihm geliebte Abwehrspiel Reifschneiders, der allerdings auch immer wieder stark angriff.
Auf Schulz und Huster war aber Verlass – allerdings nur im Einzel. Nach ihren Einzelsiegen im unteren Paarkreuz gingen die beiden auch im Enddoppel an den Tisch und unterlagen Klüver und Marius Rißmüller 0:3. Für SWO II punkteten also Schulz/Huster, Dirks/Nguyen, Bock, Nguyen, Koepke, Schulz (2) und Huster.
TV Hude II - SW Oldenburg II 8:8. Das Derby war ein Treffen alter Bekannter: Alex Dimitriou vom Gastgeber war früher ein Schwarz-Weißer, während auf der anderen Seite Nguyen und Schulz schon das Trikot der Huder getragen haben. Das ausgeglichene und lange Zeit eher unspektakuläre Derby steigerte sich am Ende zum echten Krimi, der Spieler und Fans gleichermaßen begeisterte. „So macht Tischtennis Spaß“, freute sich Nguyen und ergänzte: „Unheimlich spannend, fair und mit toller Stimmung.“
Bis zur geradezu dramatischen Schlussphase hatten vor allem Dirks (knappe Siege gegen Simon Pohl und Pierre Barghorn) und Schulz (souveräne Erfolge gegen Julian Meißner und Moritz Tschörtner) überzeugt.
Huster, der im ersten Spiel gegen Tschörtner noch desolat agiert hatte, steigerte sich gegen Meißner, vergab aber im vierten Satz zwei Matchbälle und musste in den Entscheidungssatz. Hier hatten in der Endphase beide Spieler viele Netz- und Kantenbälle, am Ende hatte Meißner etwas mehr Glück. Huster nutzte auch die Matchbälle drei bis fünf nicht, ehe der Huder seinen ersten zum 13:11 verwandelte.
Im Schlussdoppel hielt es keinen Zuschauer mehr auf dem Sitz. Die erstmals zusammenspielenden Schulz und Koepke lieferten sich mit Barghorn und Meißner ein Duell auf ganz hohem Niveau. Alle agierten vor allem unter Druck besonders mutig und stark. Nachdem sie im vierten Satz einen Matchball nicht verwandelt hatten, mussten die Oldenburger im fünften Durchgang zwei abwehren, um danach ihren insgesamt vierten zum 15:13 zu nutzen.
„Das geht absolut in Ordnung, eine Niederlage hätte Schwarz-Weiß auch nicht verdient gehabt“, musste Hudes Coach Tom Stakemeier nach der Partie zugeben. Für SWO II punkteten Koepke/Schulz (2), Bock, Dirks (2), Nguyen und Schulz (2).
