Wilhelmshaven - Flutlicht und Derbyzeit in der Fußball-Bezirksliga: An diesem Freitag erwartet der Tabellenzweite WSC Frisia den Dritten Heidmühler FC zum Duell (20 Uhr, Jadestadion). Das Hinspiel gewannen die Blau-Weißen durch einen Treffer des nach Delmenhorst gewechselten Ibrahim Temin (75.) mit 1:0. Schiedsrichter ist Per-Ole Wendlandt (Ganderkesee).
Wie ist die Ausgangslage vor dem Derby ?
Klar ist: Wer verliert, hat den Premium-Verfolgerstatus von Spitzenreiter VfL Wildeshausen – Heimspiel gegen Kellerkind VfL Oldenburg II – verloren. Auch ein Remis hilft beiden Teams mit Blick auf den noch ungeschlagenen Spitzenreiter nicht weiter. Die Heidmühler gehen eindeutig mit mehr Rückenwind ins Derby. Die Bilanz nach dem Neustart ist mit drei Siegen und 13:2 Toren blitzsauber. Und: Unter den sieben Torschützen ist Top-Torjäger Justin Wollmer mit vier Treffern Erster unter Gleichen.Bei den Frisianer rumpelte der Neustart deutlich stärker. Dem 7:1-Spaziergang gegen Heidkrug folgten zwei 1:2-Niederlagen (Wildeshausen, Brake), bevor Torjäger Brian Bruno Behrens dann im Alleingang für das 3:0 in Rastede sorgte.
Was denkt Frisia-Trainer Vlasczyk über die Partie ?
Ein Derby – das besteht für Frisia-Trainer Benjamin Blasczyk erst einmal aus den Grundtugenden des Fußballs: Leidenschaft, Kampf, Mentalität. Eigenschaften, die die Blau-Weißen nach dem enttäuschenden 1:2 gegen Brake beim 3:0 in Rastede nach nervösem Start wieder in die Waagschale geworfen hatten. Zurückgefunden haben die Frisianer im Ammerland auch wieder zu einem geordneten Spielaufbau, nachdem die Spielidee gegen Brake darin bestanden hatte, den Ball unter Umgehung des Mittelfeldes und mit Blick auf die Platzverhältnisse weit nach vorne zu schlagen.Gegen die „Mentalitätstruppe HFC“ (Blasczyk) erwartet der Frisia-Trainer ein hektisches Spiel. „Davon dürfen wir uns nicht anstecken lassen und müssen kühlen Kopf bewahren.“ Grundsätzlich steht für Blasczyk die Attraktivität des Derbys nicht in Frage. „Auf so ein Spiel freut man sich immer. Und den Kollegen Daniel Oleksyn kenne ich schon seit 20 Jahren.“ Wieder zur Verfügung steht nach seiner Rot-Sperre von nur einem Spiel Torhüter Sascha Theil, für den in Rastede Deik Oetjen zwischen den Pfosten stand. Einige Spieler sind angeschlagen, aber auch der Frisia-Trainer geht davon aus, dass die Derby-Vorfreude ausreichend Heilkräfte freisetzt.
Wie sind die Vorzeichen für das Derby im HFC-Lager ?
Daniel Oleksyn gibt sich vor dem Spiel entspannt. „Frisia hat einen ganz anderen Anspruch als wir und das Aufstiegsziel klar definiert. Für uns ist die Landesliga kein Muss, aber wir haben aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen, zuletzt einen guten Ball gespielt und fahren nach Wilhelmshaven, um dort etwas mitzunehmen. Es geht ja auch ums Prestige.“Zunächst einmal geht es aber auch darum, die Defensive zu schließen. Neben dem Fragezeichen um einen Einsatz von Innenverteidiger Fuat Veselaj, hofft Oleksyn noch auf grünes Licht von Johannes Wielspütz, der auf Grund von Knöchelproblemen in diesem Jahr noch keine Punktspiel-Partie für die Heidmühler bestritten hat. Neben Wielspütz steht auch hinter dem Derbyeinsatz von Torjäger Martin Habben (13 Saisontore) wegen einer Zerrung aus dem Harpstedt-Spiel ein Fragezeichen. Angesichts dieser Wackelkandidaten kündigte Oleksyn „die eine oder andere Überraschung“ an.
Wer schießt die meisten Treffer für sein Team ?
Das Derby ist auch ein Duell der Torjäger. Auf Frisia-Seiten kann Brian Bruno Behrens auf 18 Treffer verweisen (zuletzt ein Dreier in Rastede), auf der Gegenseite sorgt gleich ein Trio für höchste Alarmbereitschaft beim Gegner. Justin Wollmer (20 Treffer), Habben 13) und Ex-Frisianer Marius Preisinger (12) haben 45 der 65 Heidmühler Treffer erzielt.
