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NWZonline.de Sport

Deutsche Rodler verlernen das Siegen

14.12.2015

Park City /Köln Natalie Geisenberger legt den schwächsten Saisonstart seit acht Jahren hin, und auch Felix Loch scheint das Siegen verlernt zu haben - die Ergebniskrise der deutschen Top-Rodler hat sich auch in Park City fortgesetzt. Loch holte im US-Bundesstaat Utah als Dritter immerhin seinen ersten Podestplatz des Winters, der Olympiasieger wartet saisonübergreifend jedoch bereits seit vier Weltcups auf einen Sieg.

Geisenberger stand ebenfalls noch nicht ganz oben auf dem Treppchen, durch den vierten Platz in Park City blickt sie nun auf ihren schwächsten Saisonstart seit 2007 zurück. Nach dem schlechten Abschneiden der Deutschen eine Woche zuvor in Lake Placid ist das Hauptproblem dabei allerdings offensichtlich: Die US-Amerikaner sind auf ihren Heimbahnen mittlerweile mehr als konkurrenzfähig, sie fahren den einstigen Dominatoren davon - und Loch und Co. sind mit Podestplätzen durchaus zufrieden.

„Ich bin froh, dass ich auf dieser schwierigen Bahn zweimal sauber durchgekommen bin“, sagte der 26-Jährige in der ARD. Der Amerikaner Chris Mazdzer hatte ihn auf der Olympiabahn von 2002 geschlagen, Wolfgang Kindl (Österreich) wurde Zweiter: „Chris weiß hier auf seiner Heimbahn einfach ganz genau, was er machen muss.“

Auch der Sieger wies auf diesen Vorteil hin. „Wir haben sowohl in Lake Placid als auch hier Hunderte Trainingsfahrten absolviert“, sagte der 27-Jährige: „Und das ist das Geheimnis. Wir können uns hier kurzfristig auf die verschiedensten Eisverhältnisse einstellen.“

Für Thomas Schwab kommt all dies nicht überraschend, der Sportdirektor des deutschen Verbandes BSD beobachtet „seit zwei Jahren einen klaren Trend bei den Amerikanern. Sie haben in der sportlichen Führung etwas geändert, die Strukturen sind professioneller“, sagte Schwab dem SID: „Die Konkurrenz ist viel enger, und das ist sehr gut für den Sport.“

Auch im Falle Geisenbergers sei diese Erkenntnis wichtig. „Jeder sieht, dass es eben keine Natalie-Geisenberger-Veranstaltung ist“, sagte Schwab, zumal die Weltmeisterin sich auch der drittplatzierten Teamrivalin Dajana Eitberger (Ilmenau) geschlagen geben musste: „Da wächst ihr eine echte Konkurrentin heran.“ Europameisterin Eitberger wurde Dritte hinter dem US-Duo Summer Britcher und Erin Hamlin.

Zumindest bei den Doppelsitzern hielt die deutsche Dominanz an, Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) feierten ihren ersten Saisonsieg und beendeten damit den Lauf der nationalen Konkurrenten Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl).

Am kommenden Wochenende steht der letzte Weltcup des Jahres an, in Calgary/Kanada wartet eine weitere Prüfung in Nordamerika - bis zur Heim-WM am Königssee Ende Januar ist aber noch jede Menge Zeit. „Wir wissen ja alle, wann der Saisonhöhepunkt ansteht“, sagte Loch: „Da mache ich mir noch keine Sorgen.“

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