Ramsloh - 300 Wachstunden zählten die Rettungsschwimmer der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) Saterland in der Badesaison am Hollener See, die vom 15. Mai bis 15. September reichte. Es ist ruhig geworden an der Wachstation in Ramsloh. Wo im Sommer Schwimmer ihre Bahnen ziehen oder Kinder planschen, laufen nun Spaziergänger am See entlang.

„Es war eigentlich ein ruhiger Sommer“, sagt Michael Dettmers, technischer Leiter „Wasserrettung“ der DLRG-Ortsgruppe Saterland, im Gespräch mit der NWZ . Badeunfälle habe es am Freizeitsee nicht gegeben. „Meist waren es Schnitte, Schürfwunden und Insektenstiche“, sagt Christian Rumkamp, technischer Leiter Ausbildung. Beide engagieren sich bereits seit Jahren ehrenamtlich für die DLRG-Ortsgruppe Saterland, die aktuell knapp 700 Mitglieder zählt. Während der Saison sind beide Rettungsschwimmer auch am Hollener See im Einsatz. Die Station ist vom 15. Mai bis zum 15. September an den Wochenenden, sowie in den Sommerferien täglich von 11 bis 19 Uhr besetzt. Mit fünf Leuten seien die Rettungsschwimmer dann vor Ort, sagt Christian Rumkamp. Zwei von ihnen seien immer gleichzeitig auf dem Wachturm, von dem aus die Rettungsschwimmer den gesamten See überblicken können.

Ab 14/15 Jahren könnten Jugendliche mit Rettungsschwimmerabzeichen voll am Einsatz vor Ort teilnehmen, erklären die Mitglieder. Noch sei der Nachwuchs gut aufgestellt, sagen sie. „Die Lage ist noch gut. Aber auf Dauer wird es nicht so bleiben“, meint Michael Dettmers. Viele würden sich heutzutage meist in mehreren Vereinen engagieren und die Alternativen würden somit zunehmen.

In diesem Jahr mussten die Mitglieder der DLRG-Saterland, die zusammen mit Friesoythe zum Einsatzschwerpunkt Landkreis Cloppenburg gehören, bislang zu sechs Einsätzen im Rettungsdienst ausrücken. Dazu zählte auch eine Vermisstensuche und eine Leichenbergung.

Auch bei dem tragischen Unfall Anfang Juli am Harkebrügger See, bei dem wie berichtet ein Ehepaar ertrank, war die DLRG-Saterland im Einsatz. „Es war einer der schlimmsten Einsätze, die wir mitgemacht haben“, erinnert sich Michael Dettmers.

Mit Blick auf die kommende Saison hoffen die Mitglieder der DLRG-Ortsgruppe, ihren Wachdienst unter neuem Dach verrichten zu können. Wie berichtet, ist der seit dem Jahr 2000 als Wachstation genutzte Container in die Jahre gekommen. An dem Standort soll deshalb ein massives Gebäude errichtet werden. Zudem sieht die Planung vor, den Sanitärbereich zu ergänzen. Die Politik hatte sich für eine entsprechende Umsetzung ausgesprochen.