DöTLINGEN - Es könnte schon fast eine Vorentscheidung sein: Hannah Richter vom RV Höven trug sich beim zweiten Cup-Termin in der Vereinshalle der Waldreitschule Dötlingen auf dem Hof Aschenbeck am Wochenende in acht möglichen Prüfungen gleich fünfmal als Siegerin und einmal als Zweite in Dressur, Springen und Kombination ein. Damit konnte sie an ihren fulminanten Auftritt in der ersten von vier Teilprüfungen beim Reitverein „Leichttrab“ Wildeshausen anknüpfen und ihr Punktekonto gehörig aufbessern.
Jeweils 200 Zähler stehen für die 13-jährige Hövenerin in der E-Dressur, dem E- und A-Stilspringen, der Kombinierten Prüfung Klasse E und A in der bisherigen Gesamtwertung zu Buche. In der A-Dressur kommen noch einmal ein Sieg in Wildeshausen und der zweite Platz in Dötlingen mit 180 Punkten hinzu. Ein stramme Leistung, die es der Konkurrenz schwer machen dürfte, die junge Reiterin noch einzuholen. Kann Hannah am Sonnabend, 11. Februar, in der heimischen Reithalle in Höven den gleichen Leistungstand aufweisen, sollte die vierte Teilprüfung am 10. März, beim Reitclub „Frei Tempo“ in Hatten nur noch eine reine Pflichtübung auf dem Weg zum Gesamtsieg sein.
Zügiger als in den Vorjahren konnte die zweite Teilprüfung in Dötlingen durchgezogen werden. Zum einen lag dieses an der kompetenten Punktevergabe der beiden Unparteiischen Carola Straube-Thiel und Dieter Drees. Zum anderen spielt aber auch ein weniger schöner Umstand eine Rolle: In dieser Cup-Saison 2011/2012 nehmen deutlich weniger Reiter an den Wettbewerben teil als in den Jahren zuvor. Das bestätigte auch der Vorsitzende des Kreisreiterverbandes, Hanno Naber: „20 Prozent Einbuße haben wir schon. Schade ist auch, dass nur zwei Dressur-Mannschaften von Höven angetreten sind.“ So machten die, ohnehin zahlenmäßig stark vertretenen, Hövener den Sieg unter sich aus.
Naber bedankte sich besonders für die freundliche Aufnahme durch die Waldreitschule Dötlingen: „Vor allem haben wir mit dem neuen Vorstand über die mögliche Ausrichtung einer Vielseitigkeit in diesem Jahr am Rande reden können.“ Naber weiter: „Wir sind übereingekommen, das Thema im Kreis mit der Waldreitschule zu beraten.“
