DONAUESCHINGEN/BARCE - Den deutschen Springreitern ist in Barcelona zumindest eine kleine Olympia-Revanche geglückt. Das Team um Ludger Beerbaum (Riesenbeck) mit All Inclusive gewann am Sonntag das Finale der Super League. Das deutsche Team, zu dem auch Otto Becker (Sendenhorst) mit Con Air, Marco Kutscher (Riesenbeck) mit Cornet Obolensky und Carsten Otto Nagel (Wedel) mit Corradina gehörten, setzte sich mit nur vier Strafpunkten klar vor Belgien (12) und den Niederlanden (20) durch. Damit gewann Deutschland auch die Gesamtwertung der acht Top-Turniere, zu denen auch Aachen gehört, vor Großbritannien und den Niederlanden.

Im Großen Preis hatte Nagel zuvor als bester deutscher Starter Platz drei belegt. Mit seiner zehnjährigen Holsteiner-Stute blieb der 45-Jährige in beiden Umläufen ohne Fehlerpunkte. Fast zwei Sekunden schneller war Mannschaftswelt- und Europameister Gerco Schröder (Niederlande) mit Monaco als Sieger vor dem Schweizer Niklaus Schurtenberger mit Cantus.

Beim parallelen Turnier in Donaueschingen hat sich Marcus Ehning den Sieg gesichert. Der 34-jährige Springreiter aus Borken setzte sich am Sonntag im Sattel seines Pferdes Vulkano mit dem schnellsten Ritt im Stechen durch. In 49,95 Sekunden verwies der zweimalige Weltcup-Sieger den ebenfalls fehlerfreien, aber langsameren Oliver Lazarus aus Südafrika mit Cassiano (50,46) auf Platz zwei. „Das war vom Feinsten“, lobte Ehning den Auftritt seines erst neunjährigen Hengstes. Schneller als der Sieger war Gert-Jan Bruggink, doch der Niederländer hatte mit Wings zwei Abwürfe. Dennoch war Bruggink der herausragende Teilnehmer, denn ihm gelangen insgesamt vier Siege.

Die Weltranglisten-Erste Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) kam mit ihrem Drittpferd Le Mans nach einem Abwurf auf Rang drei.