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NWZonline.de Sport

RADSPORT: Doping-Jäger bleibt im Fall Ullrich stur

16.04.2008

HEIDELBERG /HAMBURG Doping-Fahnder Werner Franke gibt im Fall Jan Ullrich nicht auf. Der Heidelberger Molekularbiologe hat die Einstellung des Bonner Betrugs-Ermittlungsverfahrens gegen den früheren Radprofi scharf kritisiert und dessen einstigen Sponsor Deutsche Telekom angegriffen. „Seit gestern wird das Lügen vor Gericht offenbar nicht mehr bestraft. Die haben in Bonn alles in einem Aufwasch mit eingestellt, auch meine Strafanzeige wegen falscher Versicherung an Eides statt“, sagte Franke am Dienstag.

Zugleich nahm er Ullrich etwas in Schutz. Der Tour-de-France-Sieger von 1997 sei letztlich „nur ein Opfer der Leute, die ihn eingesetzt haben für ihre Werbezwecke“, sagte Franke. „Das Umfeld und seine Sponsoren waren ja beteiligt – die Telekom“, behauptete er.

Nach fast zwei Jahren hatte die Bonner Staatsanwaltschaft am Montag die Ermittlungen gegen Ullrich eingestellt. Er soll 250 000 Euro bezahlt haben. Dennoch laufen weitere Zivilverfahren im Zusammenhang mit dem Doping-Verdacht gegen den 34-Jährigen.

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Franke ließ keinen Zweifel daran, dass er seinen Rechtsstreit mit dem einstigen Sportidol weiter ausfechten will. „Ich habe das Angebot der Ullrich-Seite auf Einigung abgelehnt. Ich werde nur die Wahrheit akzeptieren und mich zu wehren wissen“, betonte der Wissenschaftler.

Im Zuge der Einstellung der Bonner Ermittlungen ist für den Forscher zudem eine „Hammer-Sensation“ ans Licht gekommen. „Die Ausführungen von Herrn Apostel besagen ganz klar, die kriminelle Energie, die Jan Ullrich aufbringen musste, sei gering gewesen, weil alle gedopt hätten und es wohl auch der Sponsor T-Mobile gewusst beziehungsweise nachträglich nicht als Betrug empfunden habe.“ Allerdings finden sich in Apostels Erklärung keine Belege für diese Sichtweise.

Die Telekom reagierte gelassen auf die Anschuldigungen. „Die Vorwürfe von Herrn Franke sind ja nicht neu“, sagte Christian Frommert, Sponsoring-Leiter der Deutschen Telekom. „Wir müssen nicht alles kommentieren.“

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