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Tennis Doppel-Erfolge in Jacksonville

Jannik Deters

Jacksonville - Mark Finnegan war voll des Lobes. „Ich bin so stolz auf die Arbeit, die sie geleistet haben, um ein besseres Doppel zu werden“, sagt der Tennis-Cheftrainer der University of North Florida (UNF). An dem US-College in Jacksonville studiert und spielt Lasse Muscheites vom Oldenburger TeV. Der 20-Jährige ist einer der beiden, die Finnegan meinte.

Mit seinem Partner Jack Findel-Hawkins (Großbritannien) machte Muscheites vor wenigen Wochen auf sich aufmerksam, als sie im Doppel Platz zwei der nationalen College-Rangliste einnahmen. Anfang Januar hatten sie sogar die landesweite Nummer eins geschlagen. „Momentan denken wir quasi nicht nach auf dem Platz. Wir haben unsere Spielzüge, die wir runterspielen, und das war’s“, sagt Muscheites mit einem Grinsen.

Kondition, Kraft und Yoga

Dass seine Uni aktuell nicht zu den 50 Top-Colleges im Tennis gehört, schmälert die Leistung von Findel-Hawkins/Muscheites nicht. Im Oktober 2016 zeichnete sich ab, „dass wir das beste Team in den USA sein können“. Bei den All-American-Championships reichte die Setzung des UNF-Duos nicht fürs Hauptfeld. Aber der gebürtige Rasteder und der Brite qualifizierten sich, besiegten das topgesetzte Duo und wurden erst im Finale gestoppt.

Vor wenigen Tagen büßten sie im landesweiten Ranking einen Platz ein, weil Finnegan die Doppel-Spezialisten im Februar zumeist trennte. Zuletzt unterlag die UNF-Mannschaft South Alabama 3:4.

Bis auf einen vorgeschrieben Ruhetag pro Woche, erzählt Muscheites, trainiere er jeden Vormittag und Nachmittag: Kondition, Kraft, Stabilisation oder Yoga gehören dazu. Die Uni-Kurse stehen abends auf dem Plan – montags bis donnerstags.

Muscheites wurde als Junior zweimal Deutscher Meister im Doppel. Mit dem Hamburger Alexander „Sascha“ Zverev (19), aktuell 20. der Einzel-Weltrangliste, bestritt er einige Turniere. In Finnland hätten sie eins gewonnen, genau wisse er es aber nicht mehr.

Das wichtige Sieger-Gen

„Sascha war immer ein sehr guter Grundlinienspieler, konnte den Ball sehr hart schlagen – ich war am Netz und habe den Ball weggedrückt“, erklärt Muscheites die Rollenaufteilung. Vor einigen Jahren besiegte er Zverev noch. Der ging nach der zehnten Klasse ab, der OTeVer will „definitiv noch einen Master irgendwann ranhängen“.

Um sich durchzusetzen, sei es wichtig, „dass man ein Sieger-Gen in sich hat. Das muss von irgendwo her kommen, aber speziell gut sein bei nationalen Meisterschaften, ist nicht dringend notwendig“, sagt Muscheites.

Von der Zeit, die seine Spieler in den USA verbringen, hat OTeV-Coach Daniel Greulich auch etwas. Er plant den Studenten für die Zweitliga-Saison im Sommer ein. Die Entwicklung im Doppel sei auffällig. „Generell wird deutlich mehr Fokus auf das Doppel hier gelegt“, sagt Muscheites: „In jedem Training wird zumindest eine gewisse Zeit reserviert.“ Im Grunde hätten sie nicht viel anders gemacht als bei ihm, bestätigten Michel Dornbusch und Mattis Wetzel nach ihren USA-Semestern Greulich. Es werde schlicht mehr Zeit investiert.

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