Ganderkesee - Schon wieder ein Monat, der deutlich zu warm ausgefallen ist: Mit einer Durchschnittstemperatur von 3,5 Grad war der Februar in Ganderkesee und umzu 1,5 Grad wärmer als im langjährigen Mittel. Das teilt das Wetterkontor Ingelheim mit, dass Monat für Monat die Wetter aus der Region für die NWZ  auswertet.

Gleich der erste Tag des Monats gab den Trend vor: Mit 11,8 Grad war es am 1. Februar am wärmsten. Erst zur Monatsmitte wurde es kühler: Die 1,5 Grad vom 15. Februar bedeuteten den Tages-Tiefstwert.

Passend zu den milden Temperaturen liegt auch die Sonnenscheindauer deutlich über dem Durchschnittswert: Knapp 87 Sonnenstunden bedeuteten 22 Prozent mehr als üblich. Und der Nordwesten schnitt in diesem Punkt auch viel besser ab als andere Gegenden Deutschlands.

Mehr Sonne heißt aber nicht weniger Regen, im Gegenteil: 82,9 Liter Niederschlag fielen hier im Februar auf den Quadratmeter – das Doppelte des Sollwertes. Am meisten „geschüttet“ hat es am 21. Februar: 18,2 Liter wurden gemessen. Aber auch unter dem Einfluss des Sturmtiefs „Ruzica“ am 8. und 9. Februar haben die Gemeinde und das Umland schon reichlich Regen abbekommen: jeweils gut 15 Liter.

Was den Wind betrifft, hat „Ruzica“ die Region indes verschont: Während andernorts am Rosenmontag Karnevalsveranstaltungen abgesagt wurden, konnten die Ganderkesee zwei Tage zuvor von Wind und Regen unbehelligt ihren Fasching feiern.

Zu Beginn der dritten Dekade setzte sich wieder milde, allerdings auch ungemütliche Witterung durch. Bei dichten Wolken und viel Regen stiegen die Temperaturen erneut über die 10-Grad-Marke. In den letzten Februar-Tagen bestimmte schließlich meist Hochdruckeinfluss das regionale Wetter. Häufig schien die Sonne, und die Temperaturen gingen wieder etwas zurück.

Immerhin 15 Nächte mit Frost registrierte das Wetterkontor im Februar. Am kältesten war es in der Nacht zum 16. Februar mit minus 5,9 Grad. Im Vergleich zu früheren Februarmonaten waren aber die Tiefsttemperaturen für die Ingelheimer Meteorologen alles andere als beeindruckend.

Hergen Schelling
Hergen Schelling Redaktion für den Landkreis Oldenburg (Leitung)