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Bremen verliert in Dortmund: Werder kassiert fünfte Niederlage in Serie

19.04.2021

Dortmund Jetzt hat Werder Bremen endgültig das, was der Fußball-Bundesligist unbedingt verhindern wollte und die gesamte Saison erfolgreich vermieden hatte: Abstiegskampf! Nach der 1:4 (1:3)-Niederlage bei Borussia Dortmund, der fünften Pleite in Folge, durch die der Vereins-Negativrekord eingestellt wurde, wartet auf die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt bereits an diesem Mittwoch (20.30 Uhr) gegen Mainz 05 der erste echte Keller-Krimi in der Nach-Relegations-Saison.

Rashica-Tor reicht nicht

Milot Rashica hatte mit seinem zweiten Saisontor in der 14. Minute die Hoffnungen genährt, dass Werder eine Überraschung gelingen könnte. Danach aber rollte der drückend überlegene BVB mit drei Toren innerhalb von neun Minuten (Giovanni Reyna/29. und Erling Haaland/34. und 38.) über die Gäste und legte zur Pause den Grundstein zum Sieg. Ein Eigentor von Theodor Gebre Selassie (87.) machten den gebrauchten Bremer Nachmittag perfekt.

Bargfrede im Kader

Gleich sechs Änderungen nahm Kohfeldt nach dem 1:4 gegen RB Leipzig in der Anfangsformation vor – die größte Überraschung stand aber nicht in der Startelf, sondern saß auf der Bank. Philipp Bargfrede, der im vergangenen Sommer nach 16 Jahren bei Werder keinen neuen Profivertrag erhalten und sich seitdem bei der U 23 fit gehalten hatte, war Mitglied des 20-köpfigen Aufgebots. In diesem fehlte weiter Niclas Füllkrug nach seinem Zehenbruch. Im Sturm setzte Kohfeldt auf Rashica und Yuya Osako, dafür saß Joshua Sargent überraschend nur auf der Bank. Unerwartet kehrte Leonardo Bittencourt in die Startelf zurück, der 27-Jährige war in den letzten beiden Partien nicht zum Einsatz gekommen.

Drei Tore in neun Minuten

Werder verteidigte im 5-3-2-System erneut sehr tief, versuchte so die Räume eng zu machen. Als Folge hatte der BVB nahezu permanent Ballbesitz, doch Werder nutzte den ersten Fehler eiskalt aus. Maximilian Eggestein schickte Rashica, der frei durch war und in die lange Ecke zum 1:0 traf (14.). In den Folgeminuten leistete sich der BVB mehrere leichte Fehlpässe, Werder hätte diese konsequenter ausnutzen müssen. Das wurde wenig später bestraft: Reyna drosch den Ball aus 18 Metern unhaltbar ins Netz (29.). Nur fünf Minuten später verhielt sich Kevin Möhwald ungeschickt im Zweikampf mit Marco Reus – und der BVB bekam einen Elfmeter. Haaland traf (34.) und legte nur weitere vier Minuten später nach, weil sich Marco Friedl einen haarsträubenden Fehlpass in der Vorwärtsbewegung leistete und Möhwald eine Hereingabe unfreiwillig genau auf den Norweger weiterleitete (38.).

Bessere zweite Hälfte

Der BVB hatte zur Pause 77 Prozent Ballbesitz, Werder lief nur hinterher. Das besserte sich nach der Pause. Kohfeldt brachte mit Davie Selke und Sargent zwei neue Angreifer, Werder wurde dadurch etwas aktiver. Eggestein traf aus der Distanz den Pfosten (61.), Sargent prüfte BVB-Keeper Marwin Hitz (73.) – das war es dann aber mit nennenswerten Bremer Offensivaktionen. Die Dortmunder ließen Ball und Gegner laufen, profitierten von Gebre Selassies Eigentor und verkürzten durch den Sieg ihren Rückstand auf Champions-League-Platz vier auf vier Zähler.

Das ist die Keller-Lage

Die Mainzer (28 Punkte) ruhten sich am Wochenende aufgrund der Quarantäne von Hertha BSC (26) aus und könnten am Mittwoch mit einem Sieg in Bremen (30) vorbeziehen, obwohl sie dann noch eine Partie in der Hinterhand haben. Bielefeld (27) sammelte am Wochenende einen Punkt ein, genau wie Augsburg (33) und Hoffenheim (32), die vor Werder stehen. Die Rechnerei wird in den nächsten Tagen unübersichtlich, weil bei den Berlinern noch zwei weitere Spiele abgesagt wurden.

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Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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