Oldenburg - Der neue Oldenburger Dressurstar heißt Victoria Max-Theurer, kommt aus Österreich und startete bei den Pferdetagen nur, weil ihre Mutter beim zeitgleich laufenden Turnier in Wien als Richterin im Einsatz war. Da wich die 27-Jährige kurzerhand aus und sammelte die Trophäen in Deutschland ein.

Denn nachdem die Österreicherin schon tags zuvor souverän den Grand Prix in der Weser-Ems-Halle gewonnen hatte, sicherte sie sich am Sonnabend auch den Erfolg im Grand Prix Special. Nach einer souveränen Vorstellung erhielt die zehnmalige österreichische Staatsmeisterin mit ihrer zehnjährigen Hannoveraner Stute Blind Date 75,022 Prozentpunkte für ihre Vorstellung. Vor einer großen Zuschauerkulisse hielt das Paar die Konkurrenz auf Distanz. Die Australierin Hayley Beresford wurde mit Jaybee Alabaster Zweite (72,467) vor der Drittplatzierten Madeleine Witte-Vrees mit Blom’s Wynton (68,578). Als bestes deutsches Paar kam Fabienne Lütkemeier (Paderborn) auf D`Agostino mit 68,667 Prozent auf den sechsten Rang.

Victoria Max-Theurer genoss ihren Triumph in vollen Zügen. „Es macht mit Blind Date einfach riesigen Spaß zu arbeiten. Wenn man bedenkt, dass ich die Stute erst seit dem Frühjahr reite, kann ich wirklich zufrieden sein. Wir werden von Turnier zu Turnier besser“, meinte die Olympia-13. von London. Und auch ihr Trainer Wolfram Wittig zeigte sich sehr zufrieden: „Victoria und Blind Date haben für mich eine überragende Leistung gezeigt.“

Wittigs Ehefrau Brigitte, die in der gleichen Prüfung mit Brioni (66,6 Prozent) den neunten Rang belegte, haderte ein wenig mit der Lautstärke in der Abreitehalle: „Brioni ist sehr geräuschempfindlich, und das stört uns ein wenig in der Vorbereitung. Gemessen daran, bin ich mit der Platzierung zufrieden.“ Eine Enttäuschung hinnehmen musste Christoph Koschel. Mit dem zehnjährigen Hengst Rostropowitsch reichte es für den zum B-Kader gehörende Dressurreiter aus Hagen mit 59,667 Prozent nur zum letzten Platz. Rostropowitsch hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt.

Bereits am frühen Sonntagmorgen mussten die Teilnehmer im Jahresfinale 2012 der Senioren in der Prüfung Prix St. Georges ins Dressurviereck. Fünf Teilnehmer hatten sich für das Finale qualifiziert. Es siegte Nadine Corterier (RuRV Rastede) auf der achtjährigen Oldenburger Stute Traversale mit 71,228 Prozent vor Hermann Burger mit For Highlife (67,719) vom RV Löningen-Böen-Bunnen.