Cloppenburg - Eine leichte Nervosität ist im Reit- und Fahrverein (RFV) Cloppenburg ebenso unverkennbar wie die Vorfreude darauf, dass die Landesmeisterschaften des Pferdesportverbandes Weser-Ems in Dressur und Springen vom 18. bis 22. Juni im Reitsportzentrum Bührener Tannen von einem Regenchaos wie im Jahr 2013 verschont bleiben. Damals mussten die gesamten Dressurprüfungen aus dem Programm genommen werden. Die Dressurmeisterschaften wurden im September als eigene Veranstaltung nachgeholt.

Für die Dressurreiter bricht bei den 34. Meisterschaften ein neues Zeitalter an, sowohl von der Meisterschaftsausschreibung als auch von den Bodenverhältnissen her. „Wir nehmen vor der Meisterschaft richtig Geld in die Hand und statten den bisherigen Dressurvorbereitungsplatz mit einem neuen Boden aus“, verspricht Cloppenburgs Vereinsvorsitzender Alfred Borchers. Der Vorbereitungsplatz wird zum Prüfungsplatz. Außerdem wird die komplette große Tour der Dressur auf dem Ebbe-Flut-Platz im Springstadion stattfinden, wo die Dressurreiter im September bereits ihre Meister ermittelt hatten. Als Vorbereitungsplätze dienen ihnen der Vorbereitungsplatz Springen und der Bereich vor der Tribüne des Springstadions. „Wenn Dressurprüfungen laufen, gibt es parallel keine Springwettbewerbe“, erläutert Borchers diese Neuerung. „Sie ist ein Versuch wert nach dem Regendesaster im letzten Jahr.“

Die ersten beiden Tage der Meisterschaft (18./19. Juni) sind der Dressur vorbehalten, ebenso der Sonntagvormittag (22. Juni). Am Meisterschaftssonntag stehen vormittags nur die Dressurfinals auf dem Programm. „Die sind erstmals als Kürdressuren ausgeschrieben. Das sollten die Reiter und Reiterinnen sich ganz dick notieren und sich gezielt darauf vorbereiten“, weiß die für die Dressur zuständige Turnierleiterin Angela Schrandt, dass viele Dressurreiter die Modusänderung noch nicht registriert haben.

Um zu verhindern, dass der Zeitplan aus dem Ruder läuft, hat der RFV als Ausrichter der Landesmeisterschaften auf die traditionell in Cloppenburg angesiedelten Qualifikationsprüfungen zum Bundeschampionat des Deutschen Springpferdes verzichtet. „Sonst hätten wir am Montag und nicht wie jetzt am Mittwoch anfangen müssen“, sagt Borchers. Die Springprüfungen beginnen am Freitag und nehmen den kompletten Sonnabend in Anspruch. Die Finals im Springen sind für alle Altersklassen auf den Sonntagnachmittag angesetzt.