Oldenburg - Und wieder geht es gegen einen alten Bekannten: Nachdem die Baskets Akademie/OTB in der zweiten Runde der ProB-Playoffs mit den VfL Astrostars Bochum ein Team ausgeschaltet haben, mit dem sie sich auch schon in der regulären Saison gemessen hatten, erwartet die Oldenburger im Halbfinale an diesem Sonnabend (19 Uhr) beim SC Rist Wedel ein weiteres Team aus der Nord-Staffel der Liga. Die Pinneberger hatten sich am Dienstag im entscheidenden dritten Viertelfinal-Spiel gegen die Uni-Riesen Leipzig deutlich mit 94:75 durchgesetzt.
„Wedel steht – wie wir auch – völlig verdient im Halbfinale. Sie spielen guten Basketball und verfügen über viele routinierte Spieler, die schon einige Schlachten geschlagen haben“, weiß Oldenburgs Cheftrainer Mladen Drijencic um die Cleverness des Gegners. In der Hauptrunde endeten beide Begegnungen mit Wedel denkbar knapp mit 76:75 für das jeweilige Auswärtsteam. Alles andere als eine spannende Serie wäre also eine Überraschung.
Rist verfügt über eine vielseitig besetzte Mannschaft. Die erfahrenen Christoph Roquette (14,7 Punkte/5,9 Rebounds pro Spiel), Davey Hopkins (12,0/6,0) und Lee Jeka (13,4 Punkte/4,7 Assists) sorgen für Gefahr von den Flügelpositionen. Bester Punktesammler des Teams ist der schnelle Point Guard Diante Watkins (16,0 Punkte/3,7 Assists). Auch das vor wenigen Tagen 19 Jahre alt gewordene Shooting-Guard-Talent Janis Stielow (7,5), der zudem für die Piraten Hamburg in der NBBL aufläuft, sieht schon viele Spielanteile.
Als wichtigste Aufgabe seiner „Akademiker“ sieht es Drijencic an, die Aufbau- und Flügelspieler der Wedeler unter Kontrolle zu halten: „Wir müssen unsere Zone dicht machen und die Penetration stoppen – da sind sie am gefährlichsten.“
Man dürfe den Gegner nicht erneut so einfach davonziehen lassen, wie es beim Auswärtserfolg in Wedel der Fall war. Dort lagen die Oldenburger bereits mit 25 Punkten zurück und mussten sich wieder herankämpfen. „Darauf, dass noch einmal ein Wunder passiert und wir so viele Punkte aufholen, können wir uns nicht verlassen. Es gilt, dem Gegner unser Spiel aufzudrängen und die Partie 40 Minuten lang zu kontrollieren“, fordert Drijencic.
Derweil wurden der 18-jährige Jan Niklas Wimberg und der 16-jährige Lucien Schmikale (auf Abruf) für den deutschen Kader für das Albert-Schweitzer-Turnier in Mannheim (19. und 26. April) nominiert. Alle zwei Jahre treffen bei der inoffiziellen Weltmeisterschaft U-18-Auswahlteams aus der ganzen Welt aufeinander. Zunächst sollen Wimberg und Schmikale aber helfen, die Erfolgsgeschichte der Oldenburger Basketballer in den Playoffs weiterzuschreiben.
