Apen - Seilspringen war gestern, heute nennt man diese Form der sportlichen Betätigung Rope Skipping. Klingt spannender – und wird damit auch für Jungen interessant. Das zumindest hofft die Deutsche Herzstiftung. Bundesweit veranstaltet sie an Grundschulen Einführungskurse zum Rope Skipping. Am Freitag war Trainerin Iris Hahn in Apen zu Gast und übte mit 27 Drittklässlern.

In der Turnhalle bummert und wummert es. Schnelle, basslastige Musik tönt aus den Lautsprechern. Einzeln, in Zweier- und Dreiergruppen trainieren die Mädchen und Jungen. Mit Eifer sind sie dabei. Die neongrünfarbenen Seile zischen durch die Luft, knallen auf den Boden. Manch ein Kind verheddert sich, stolpert, fällt hin, lacht und steht wieder auf. Weiter geht es mit viel Schwung und Spaß.

Die Schüler springen nicht einfach so vor sich hin, wie es die Älteren einst auf dem Pausenhof taten. Sie versuchen, fast akrobatische Figuren zu kreieren oder extrem schnelle Schrittfolgen zu bewältigen. Natürlich haben auch die Übungen – selbst die simpelsten – englische Namen. Der Grundsprung nennt sich Basic-Jump, unter Cross-Jump versteht man den Überkreuz-Sprung.

Heidi Grüssing-Bruns, Sportlehrerin der dritten Klassen, ist froh darüber, dass gerade die Jungen fleißig mitmachen. „Sie sind sehr engagiert“, sagt die Frau in ihrem pinkfarbenen Trainingsanzug. Ein Grund dafür sei sicherlich auch, dass das im Workshop Erlernte später am Freitagvormittag den Eltern und den Schulkameraden aus den ersten und zweiten Klassen vorgeführt werden soll. Das schaffe eine gewisse Motivation.

Die modernere Variante des Seilspringens mit ihren „Tricks“, so Iris Hahn, solle die Kinder dazu bewegen, sich zu bewegen. Rope Skipping stärke das Herz- und das Kreislaufsystem, fördere Ausdauer und Kondition.

Kerstin Buttkus
Kerstin Buttkus Kanalmanagement