Cloppenburg - Klingt komisch, ist aber so: Punkte sind in Sportarten, die in Sätzen gespielt werden, im Grunde nicht alle gleich viel wert. Das wissen Tennisspieler genauso wie Volleyballer. Wer im Volleyball klar zurückliegt, dann jede Menge Ballwechsel für sich entscheidet, und den Durchgang dennoch verliert, dem haben die Punkte kaum was gebracht. Wer aber beim Stand von 23:23 zwei Punkte in Folge macht, den machen die zwei Zähler glücklich. Und genau da liegt zurzeit das Problem der Drittliga-Volleyballerinnen des TV Cloppenburg. Sie gewinnen die sogenannten Big Points, die entscheidenden Punkte, nicht. Das soll sich nach drei Niederlagen in Folge an diesem Samstag ab 19 Uhr im Heimspiel gegen Schlusslicht SV Bad Laer ändern.
TVC gilt als Favorit
Trotz der Misserfolge der zurückliegenden Wochen und des Abrutschens auf den drittletzten Platz geht der TVC als Favorit in das traditionsreiche Derby. Hat das Team aus dem Landkreis Osnabrück doch nur ein Drittel der Siege auf dem Konto, die die Cloppenburgerinnen aufweisen.
„Vor der Saison gab es beim SV Bad Laer einen Umbruch. Die Mannschaft besteht jetzt aus hochtalentierten, aber sehr jungen und unerfahrenen Spielerinnen“, erklärt TVC-Trainer Fabio Bartolone die geringe Punkteausbeute der eigentlichen Volleyball-Großmacht. Sie hat Bayer Leverkusen II klar geschlagen, aber die restlichen acht Partien alle ohne Punktgewinn verloren.
Enge Durchgänge
Derweil wollen die Cloppenburgerinnen, die in Aachen (28:30) einen und gegen Leschede (23:25, 24:26) zwei enge Sätze wegen Fehlern in der entscheidenden Phase verloren haben, unbedingt wieder ein Erfolgserlebnis feiern. „Da hat Nervosität eine Rolle gespielt. Wir brauchen einen Sieg fürs Selbstvertrauen, und um nicht noch tiefer unten reinzurutschen“, sagt Bartolone, dem wohl alle Spielerinnen zur Verfügung stehen werden. Sie stehen aber nicht nur zur Verfügung, sondern auch unter Druck – der sie hoffentlich nicht zu nervös macht...
