Cloppenburg - Es war eine schöne Zeit, die förmlich nach einem Happy End schreit: Für Trainer Fabio Bartolone geht das Engagement beim TV Cloppenburg auf eigenen Wunsch langsam zu Ende, und nun wünscht er sich noch einen schönen Abschied. Dass ihm die Abschlusstabelle der Dritten Liga der Frauen diesen angenehmen Abgang wohl nicht bieten kann, davon muss man inzwischen ausgehen. Drei Spiele vor Schluss ist der TVC sieben Punkte vom rettenden Ufer entfernt. Von daher ist die Tabelle vor dem Heimspiel an diesem Samstag (19 Uhr) gegen den FC Leschede tabu.

„Wir schauen nur noch von Spiel zu Spiel und auf unsere Leistungen“, sagt Bartolone nach dem großartigen Auftritt seiner Mannschaft vor einer Woche gegen Aachen II. Soll heißen: Es gibt ein Absehen von Rechenspielen und kein ständiges „Auf-die-Ergebnisse-anderer-schielen“. Angesichts des immer unwahrscheinlicher werdenden sportlichen Klassenerhalts und der Tatsache, dass ein verlorener Abstiegskampf in dieser Liga in den zurückliegenden Jahren nicht unbedingt bedeutete, wirklich runter zu müssen, will der TVC im Endspurt vor allem seine Anhänger mit starken Leistungen überzeugen. Rechnerei stört nur dabei. Zumal Bartolone die Zahl von vier Absteigern eh als zu hoch angesetzt ansieht.

Die Volleyballerinnen des TV Cloppenburg haben sich im Kampf um den Ligaerhalt eindrucksvoll zurückgemeldet.

WICHTIGER HEIMSIEG TV Cloppenburg gewinnt gegen PTSV Aachen II

Robert Gertzen
Cloppenburg

Auch Revanchegelüste sollen den TVC laut Bartolone nicht in der Konzentration darauf stören, das Beste aus sich herauszuholen. Nach dem Hinrundenspiel in dem Gemeindeteil Emsbürens hatte den TVC das Gefühl beschlichen, dass ihm Punkte aufgrund von Fehlentscheidungen nach Protesten des Gegners geklaut worden waren.

Auch das spiele keine Rolle mehr, es gelte nur: Ein toller Schlussspurt wie in der letzten Saison soll her. Auch wenn der TVC dem sportlichen Happy End diesmal vielleicht vergeblich hinterherrennt...

Steffen Szepanski
Steffen Szepanski Redaktion Münsterland (Lokalsport)