Oldenburg/Dortmund - Gäste von Borussia Dortmund haben eher selten etwas zu feiern. Was für den Fußball gilt, ist im Handball aber noch lange kein ungeschriebenes Gesetz. Den Beweis traten die Drittliga-Frauen des VfL II am Sonnabend an. Sie gewannen bei der abstiegsbedrohten Zweitliga-Reserve des BVB mit 35:22 und stehen damit schon vor dem letzten Spieltag als Vizemeister fest.

„Meine Spielerinnen wollten unbedingt. Die Einstellung stimmte von der ersten Sekunde an“, lobte Trainerin Alexandra Hansel. Schon zur Pause hatten die Oldenburgerinnen alle – ohnehin nur kleinen Zweifel – am Erfolg zerstreut. Die Gäste ließen der mit einigen Zweitliga-Spielerinnen verstärkten Borussia keine Chance. Über 7:1 (11. Minute) und 14:4 (25.) gingen sie mit einer 16:7-Führung in die Kabine. Und auch danach diktierten die VfL-Frauen das Geschehen und bauten ihren Vorsprung weiter aus.

„Das war eines unserer besten Spiele der Saison“, schwärmte Hansel über die konzentrierte Leistung. Somit verteidigte der VfL II (nun 36:14 Punkte) die Vizemeisterschaft aus dem Vorjahr. Die beiden Verfolger Germania Fritzlar (33:17) und Werder Bremen (32:18) können die Oldenburgerinnen, die am kommenden Sonnabend (17 Uhr, Sporthalle Wechloy) Union Halle empfangen, am letzten Spieltag nicht mehr einholen.

Einen besonderen Grund zur Freude hatte Kreisläuferin Nele Osterthun, die den VfL wie berichtet zum Saisonende verlässt. Nach ihrem Kreuzbandriss und siebenmonatiger Verletzungspause wurde sie in Dortmund in der 50. Minute eingewechselt und war gleich zweimal erfolgreich. Beste Werferinnen waren Merle Heidergott, Leonie Schulte und Birthe Barger (alle sechs Tore).

VfL II: Jandt, Meyer, Köther - Schnell, Heidergott 6, Zwick 4, Faske, Baumann 5, Smit 4, Schulte 6, Busse 1, Buschmann 1, N. Osterthun 2, Barger 6/2.