Wilhelmshaven - Die zahlreich in den Landkreis Stade mitgereisten WHV-Fans nutzten bereits eine Viertelstunde vor Schluss die Möglichkeit, ihr Team für eine starke Auswärtsleistung zu feiern. Rechtsaußen Okke Dröge hatte die Gäste zuvor mit seinem zweiten Treffer 25:11 in Führung gebracht, die anschließende VfL-Auszeit war akustisch mit Wilhelmshaven-Sprechchören eine klare Angelegenheit in den Geestland-Halle
Und kurz vor Schluss gab es dann kein Halten mehr: Unter „Auswärtssieg-Rufen“ spielten die Handballer des Wilhelmshavener HV die letzten Sekunden von der Uhr. Dann stand nach einem souveränen Auftritt der verdiente 29:25 (14:12)-Sieg des Drittligisten bei Liga-Schlusslicht VfL Fredenbeck fest.
„Auswärts ein gutes Gefühl holen“ – mit diesem Auftrag von WHV-Trainer Christian Köhrmann war der Drittligist nach zwei bitteren Auswärtspleiten nach Fredenbeck gefahren. Und bis auf eine etwas wacklige Startphase – den ersten WHV-Treffer erzielte Jonas Schweigart erst nach sieben Minuten – erfüllte das WHV-Team dem Trainer diesen Wunsch. Denn nach dem 7:6 durch einen verwandelten Siebenmeter von Matej Kozul (18. Minute) gingen die Wilhelmshavener dank einer starken Abwehrleistung auch mit einer Führung in die Pause. Fredenbeck kam zwar noch einmal zurück und ging zweimal seinerseits in Führung (15:14, 16:15), Schweigart beendete mit zwei Schlagwürfen zum 16:16 und 17:16 aber diese Drangphase.
Positiv: Nach einer eher schwachen ersten Hälfte, in der der Sven Eberlein früh auf der Bank Platz nehmen musste, gehörte der Rückraumspieler nach der Pause mit vier Treffern und guten Durchbrüchen zu den Aktivposten beim WHV. Dass auch auf Okke Dröge Verlass ist, zeigte der Linkshänder nach einer frühen Zwei-Minuten Strafe im zweiten Durchgang gegen Sergi Ala Sanchez. Zwei Treffer, ein gutes Auge für den Kreis beim Pass auf Duncan Postel zum 22:20 – das passte.
Genau wie das Mini-Comeback von Rene Drechsler. Der Linkshänder initiierte das 13:10 kurz vor der Pause durch den zielstrebigen Tobias Schwolow. Anschließend schweißte Drechsler den Ball aus dem Stand so schnell zum 14:11 ins VfL-Tor, dass VfL-Keeper Nikolay Petrov nicht einmal Zeit blieb zu zucken.
Zufrieden mit dem Auftritt war auch der WHV-Trainer. Köhrmann: „Wir haben vieles viel, viel besser gemacht als zuletzt auswärts. Die Startphasen in beide Halbzeiten waren nicht gut, aber wir konnten die Belastungen gut verteilen, sind froh über die beiden Punkte und hatten die Partie ab der 45. Minute sicher im Griff.“
