Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

SPORTHAUS SC „Etwas geschaffen für Generationen“

ASTRID KRETZER

DüNSEN - Disziplin, Ausdauer, Mannschaftsgeist: sportliche Tugenden, mit denen der SC Dünsen die bisher größte Herausforderung in der Vereinsgeschichte bewältigt hat: das Großprojekt Sportfunktionsgebäude. Mit der Einweihung des Vereinsheims auf dem ehemaligen Muna-Gelände und des neuen Sportplatzes am Sonnabend, 21. Juni, ab 13.30 Uhr soll das Ergebnis jahrelanger Arbeit der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Voll Stolz: „Wir haben etwas geschaffen im Verein für die nächsten Generationen“, sagt Vorsitzender Helmut Riedebusch. Und ergänzt: „So ein Projekt kann man nur angehen, wenn man seine Mannschaft hinter sich hat.“

Die Einsatzbereitschaft des Teams war enorm: Drei Jahre lang packten Helfer Wochenende für Wochenende beim entstehenden Sporthaus mit an, einige nahezu jeden Tag; im Jahr zuvor war bereits der Sportplatz angegangen worden. Mehr als 15 000 Arbeitsstunden kamen so zusammen. Hinzu kamen am Vereinsheim fast 2000 Maschinenstunden, wie Egon Hehr ergänzt, der beim Bau die Fäden zog. Entstanden ist ein Vereinsheim von 250 qm Fläche mit Aufenthaltsraum mit Küchenbereich, drei Umkleide- und zwei Duschräumen, Schiri-Raum, Büro und überdachter Terrasse. Vereinstreffen, Aktionen für die Jugend, sportliche Aktivitäten, Schulungen und Lehrabende sollen hier nun stattfinden.

An die einstige Nutzung des Gebäudes als Soldatenunterkunft erinnert nichts mehr. Im Inneren wurden Wände neu gestellt, alle Außenwände isoliert, Böden neu gefliest, die Heizung erneuert, der Dachboden ausgebaut und mit neuem Fußboden versehen. Zugute kam dem SC, dass Mobiliar, Lampen, Trennwände, Sportgerät und Leichtmetalldecken sehr günstig aus alten Bundeswehrbeständen übernommen werden konnten. Auf Antrag konnten sich die Helfer die gut erhaltenen Sachen beim ehemaligen Fliegerhorst in Oldenburg bzw. in Adelheide abholen. Gespart wurde auch durch Pflastersteine aus Abbruch sowie den eigenen Auf- und Ausbau von Gerätehaus und Carport für den Vereinsbus.

Vorgenommen hat sich der Verein, „plus-minus null“ aus dem rund 300 000 Euro teuren Vereinsheim- und Sportplatzbau zu gehen, wie Riedebusch bekundet. Und der Vorsitzende ist zuversichtlich, dass dies auch gelingt. Dazu beigetragen haben nicht nur Vereinseigenmittel und Eigenleistungen, sondern auch Zuschüsse von Gemeinde, Samtgemeinde, Landkreis und Landessportbund, zudem haben verschiedene Firmen für ihre Arbeiten lediglich die Materialkosten in Rechnung gestellt.

Das neue Vereinsdomizil gehört der Gemeinde, ein Pachtvertrag regelt, dass der Sportclub es Zeit seines Bestehens nutzen darf. „Wir sind froh, dass wir endlich ein Domizil haben, wo wir uns im Verein treffen können“, freut sich Riedebusch. Freilich: Echte Sportler ruhen sich auf Erfolgen nicht aus, sondern stecken sich neue Ziele. Im SC gibt’s die schon: Im ausgebauten Dachgeschoss möchte man einen Fitnessraum einrichten: eine „Mucki-Bude“, schmunzelt Riedebusch. „Wenn wir das Geld haben.“

Ein Buntes Programm fürs Einweihungsfest

Einen Tag der offenen Tür

plant der SC Dünsen für die Einweihung des neuen Vereinsheims am Sonnabend. Für 14 Uhr ist die Begrüßung mit Dankesworten durch den Vorsitzenden geplant, dann Reden von Ehrengästen. Eingeladen sind u.a. der Gemeinderat, Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes, Vertreter von Landkreis, Sportbund und Vereinen.

Zum Rahmenprogramm

gehören sportliche Darbietungen aus dem Breitensportbereich, u.a. Korbball, Fußball, Aikido, Tischtennis und Einradfahren. Ab 19 Uhr musiziert der Spielmannszug Dünsen, eine Disco mit DJ Jens Erdmann schließt sich an. Auch fürs leibliche Wohl ist gesorgt.

Dank des Vereins

gilt den unterstützenden Firmen (Zimmerei Günter Beier, Gartenbau Uwe Kräkel, Elektriker Klaus Frenzel, Maler Arno Drews, Firma Hackfeld, Günter Müller) sowie dem „harten Kern“ der Vereinshelfer. Dazu gehören Egon und Stefan Hehr, Hartwig Jarbusch, Hans Menzel, Hubertus Bunzel, Heiko Hesse, Horst und Mike Schumacher, Werner Korgel, Heiko Ohmstede, Frank Sontowski, Udo Meyer sowie die 1. und 2. Herren.
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Die Mitglieder vom BSV Kickers Emden stimmen am Donnerstagabend für die Ausgliederung der ersten Herren in eine GmbH.

POSITIVES VOTUM Mitglieder geben Grünes Licht für die Kickers-Emden-GmbH – Rießelmann spricht von „Happy End“

Lars Möller
Emden
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden