Duisburg/Nordenham - Die Taekwondo-Kämpfer vom Blexer TB, TuS Schwei und vom SV Nordenham haben bei den nordrhein-westfälischen Meisterschaften der Internationalen Taekwondo Federation in Duisburg starke Leistungen gezeigt. Trainer Markus Waibel (5. Dan) und Betreuer Michael Gloystein waren zufrieden, zumal Henning Ratjen wichtige Punkte holte und sich für die Deutsche Meisterschaft in Lünen qualifizierte.

Der zehnjährige Mert Candogan aus Blexen (6. Kup) feierte sein Wettkampfdebüt gegen Ali Sen aus Walsum. Mert verlor knapp. Er lief seinen Tul zwar fehlerfrei, laut Waibel aber noch etwas hakelig. Der zwölfjährige Johann Laverenz (6. Kup) vom SV Nordenham sei in seinem ersten Duell mit Ahmad Hasso von der Sportschule Damato etwas agiler gewesen. Johann belegte am Ende Platz zwei. Sieger Ken Jabke vom TSV Schmiden lief die Techniken etwas souveräner.

Die erfahrenen Horst Koch vom SVN und Henning Ratjen vom TuS Schwei überzeugten. Koch bezwang im Tul Mike Dirk Kramer von der Sportschule Monheim und stieg in die Finalrunde auf. Am Ende landete er auf Rang zwei.

Ratjen startete in der Kategorie bis 1. Kup. Hier unterlief ihm ein technischer Fehler, der ihm gegen Julia Rohrmann vom Barmer TV 1846 zum Verhängnis wurde. Er belegte Platz drei. Coach Waibel nahm’s gelassen, habe Ratjen doch großes Potenzial.

Und das zeigte er im Kampf. In der Kategorie Matsogi (LK, bis 6. Dan bis 85 Kilogramm) traf er auf den mehrfachen Welt- und Europameister Colin Adolfs vom Tan Gun Sports. Adolfs ist anderthalb Köpfe größer als Ratjen, aber Ratjen kämpfte mutig. Doch der 27-Jährige trieb ihn immer wieder mit gezielten Tritten zum Mattenrand und ließ Ratjen keine Chance zum Verschnaufen. Ratjen verlor, erhielt aber anschließend noch ein großes Lob vom Gegner für sein couragiertes Auftreten. Andere Kämpfer seien nicht so bissig rangegangen.

Nach einer dreiminütigen Pause traf Ratjen erneut auf einen mehrfachen Welt- und Europameister. Immerhin: Gegen Amin Rmadan (Tan Gun Sports) war der Größenunterschied geringer. Aber sein Gegner wusste, wie er Ratjen bearbeiten musste. „Henning konnte einige gute Treffer landen“, sagte Waibel. Letztlich verlor er den Kampf, aber den dritten Platz hatte er sich redlich verdient.

Mert Candogan (Matsogi SK, bis 5. Kup, bis 150 cm) kämpfte sich auf den dritten Platz seiner Klasse vor. „Als Neuling musste er sich erst einmal mit den einzelnen Situationen bekanntmachen“, meinte sein Trainer.

Johann Laverentz setzte das im Training Gelernte um. Er bezwang Ali Mohamed vom BSV Witten souverän. Den Endkampf gegen Rahim Bakaev vom Barmer TV 1846 verlor er hingegen knapp. Er landete auf Platz zwei in seiner Kategorie (Matsogi LK, bis 4. Kup, bis 51 Kilogramm). Horst Koch vom SV Nordenham traf sofort auf den späterein Sieger (Matsogi LK, bis 4. Kup, bis 78 Kg).

Und der machte erst in den letzten Sekunden die nötigen Punkte zum Sieg. Koch habe zwei keine Konditionsschwäche gezeigt, sei aber von seinem wesentlich jüngeren Kontrahenten immer wieder attackiert worden und habe deshalb nach Punkten verloren, sagte Waibel. Gleichwohl: Im Kampf um den dritten Platz ließ der Nordenhamer keine Zweifel daran, wer den Podestplatz erklimmen würde.

Waibel und Gloystein werden sich in den kommenden Wochen auf die Vorbereitung ihrer Schützlinge für die kommenden Aufgaben konzentrieren. Maira Gloystein und Henning Ratjen starten bei den Deutschen Meisterschaften in Lünen. Maira nimmt zudem an der Weltmeisterschaft teil. Aus gesundheitlichen Gründen hatte sie in Duisburg nicht starten können. Laut Waibel hatte Bundestrainer Harry Vones Maira dazu geraten, sich auszukurieren und die Kräfte für die Weltmeisterschaft in Dublin zu sparen.