Sande - Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge gab es wieder ein Erfolgserlebnis für den amtierenden Eishockey-Regionalligameister ECW Sande. Im Haifischbecken wurde Schlusslicht ERC Wunstorf Lions mit 9:1 (2:0, 5:0, 2:1) bezwungen. Beim klaren Heimsieg – ohne Jan Holiga, Marian Dejdar und Mirco Ratajczak – agierten die Jadehaie mit zwei Mittelstürmern (Sergejs Piskunovs, Artur Galwas), die sich ständig abwechselten.

Einziges ECW-Manko in einem fairen Spiel mit diskussionswürdigen Zwei-Minuten-Strafen: das Überzahlspiel; nur zwei der acht Möglichkeiten mit einem Mann mehr auf dem Eis wurden genutzt. Allein sieben Tore erzielte die erste Reihe mit Artem Lesnikov, Vladislavs Balakuns - Sergejs Piskunovs, Artjoms Tretjakovs und Vitalijs Jache.

Die rund 250 Zuschauer brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Während der gesamten Spielzeit kontrollierten die Gastgeber das Geschehen auf dem Eis. Bereits nach 47 Sekunden durfte erstmalig nach einem Treffer von Vitalijs Jache gejubelt werden.

Nach weiteren klaren Chancen durch u. a. Aleksandrs Baburins, Artem Lesnikov und Tretjakovs war es dem insgesamt dreifachen Torschützen Sergejs Piskunovs vorbehalten, die hochverdiente 2:0-Drittelführung zu erzielen. Dabei blieb es auch deshalb, weil ECW-Keeper Maksims Cmutovs bei drei Chancen der Gäste mit den Schonern oder der Fanghand zur Stelle war.

In der Pause forderte Slawa Koubenski von seinen Jungs eine einfache Spielweise und mehr Konzentration in der Defensive. Das wurde umgesetzt. Fünf Tore fielen in regelmäßigen Abständen. Beim Stand von 6:0 wechselten die Gastgeber ihren Torhüter. In der 32. Minute ging Maksims Jevsejevs (zweiter Saisoneinsatz) für Maksims Cmutovs zwischen die Pfosten.

Im Schlussdrittel kamen die Gäste zu ihrem Ehrentreffer. Nach einem Fangfehler von Jevejevs war Yannik Göpel (44:40) erfolgreich. Die beiden restlichen Treffer der einseitigen Begegnung erzielte Maximilian Herz.

ECW-Coach Koubenski war nach der Partie zufrieden. „Auch gegen Wunstorf muss man erstmal neun Tore schießen. Trotzdem haben wir zu viele Chancen liegen gelassen. Vielleicht machen wir es im letzten Spiel in Braunlage besser.“ Gäste-Trainer Jörg Meyer stellte fest: „Der ECW Sande war für uns in allen Belangen eine Nummer zu groß.“