Edewecht - So hatten sich die Oberliga-Handballer des VfL Edewecht ihre Heimpartie gegen die HSG Barnstorf/Diepholz nicht vorgestellt. Die Ammerländer mussten sich gegen eine dezimierte Gästeauswahl mit 29:30 (16:14) geschlagen. Während die Edewechter haderten, freute sich die HSG darüber, die eigene Negativserie von fünf Niederlagen in Folge beendet zu haben.
Konsterniert zeigte sich Edewechts Trainer Tobias Weihrauch nach der Partien: „Wir führen in beide Halbzeiten und schaffen es nicht, die Sache ruhig zu Ende zu spielen. Wir machen zu viele technische Fehler und laden den Gegner ein, Tore zu werfen.“ Er ärgerte sich besonders, denn er und sein Team wollten den Heimfans eine tolle Partie zeigen: „Das konnten war aber nicht umsetzen.“
Auf der anderen Seite freute sich HSG-Trainer Dag Rieken, dass sein Team sich endlich einmal belohnt hatte. „Es war ein extrem wichtiges Spiel für uns. Wie oft in den Vorwochen haben wir geführt und die Führung eingebüßt. Heute haben wir uns aber wieder zurückgekämpft“, lobte der HSG-Coach sein Team.
Nach einem durchwachsenen Start und einem 4:7-Rückstand (12. Minute) kämpfte sich der VfL ins Spiel zurück und konnte bis zum Seitenwechsel selbst mit 16:14 in Führung gehen. Doch man merkte den Gastgebern an, dass Sven Ahlers (Fingerbruch) und Renke Bitter (konnte nur eingeschränkt eingesetzt werden) fehlten.
Doch auch die Gäste mussten bereits in der Anfangsphase mit Martin Golenia den nächsten Ausfall hinnehmen. Dennoch kämpfte die HSG aufopferungsvoll. Beim 17:17 (36.) war die HSG wieder dran und ging, angeführt von Top-Torschützen Jan Linne (13 Treffer), durch einen Treffer von Jakub Anuszewski mit 29:30 (57.) erstmals wieder in Führung. Die Abwehr der Gastgeber verlor nun mehr und mehr den Zugriff, so dass es in den verbleibenden zwei Minuten richtig eng wurde.
Beide Teams kamen nicht mehr wirklich zum Abschluss. So hatten die Edewechter aber immerhin noch die Chance auf zumindest einen Punkt. Louis Kamp, der bis dahin seine beiden Siebenmeter für die Ammerländer souverän verwandelt hatte, trat an, warf den Ball jedoch neben das Tor und vergab damit die letzte Gelegenheit.
