EDEWECHT - Nach zwei Jahren Zweite Liga beginnt am Sonnabend mit dem Spiel gegen den OHV Aurich eine neue Ära bei den Handballern vom VfL Edewecht als Drittligist. Wie kann sich das Team in der Liga behaupten?

Die West-Staffel gilt als stärkste der vier dritten Ligen und dürfte nicht wesentlich schwächer als die ehemalige Zweite Liga Nord sein. Edewechts Coach Arek Blacha sieht sechs bis sieben Teams als Favoriten an, darunter auch Varel und Wilhelmshaven. Dazu Ferndorf, Minden II und Rheinhausen. „Gerade die Teams aus dem Westen sind sehr stark“, so Blacha. Er hoffe darauf, dass sein Team im oberen Drittel der Tabelle mitmischen kann. Man dürfe aber keineswegs Wunderdinge erwarten.

Die Edewechter starten mit verhaltenem Optimismus. Gebremst wird die Zuversicht etwas durch die Verletzung von Spielmacher Janik Köhler, was die Probleme auf der Mittelposition deutlich macht. Nach dem Weggang von Maris Versakovs und Robert Delinac verblieb nur Janik Köhler als einziger „gelernter“ Mittelmann. Wenn Köhler ausfällt, wird es kritisch. Aber Blacha sieht auch Vorteile: „Wir haben in der Vorbereitung einiges ausprobiert und viele Spieler haben sich auch auf anderen als ihren angestammten Positionen sehr gut behauptet.“ Zuletzt organisierte Tobias Weihrauch auf der Mittelposition das Edewechter Angriffsspiel.

Sind alle Edewechter fit, dürfte das Team auf jeden Fall das Potential haben, sich in der Spitzengruppe der Liga zu etablieren. Immerhin verblieben aus dem Zweitligakader wichtige Spieler wie Jörn Wolterink, Steffen Köhler, Redeker, Weihrauch, Heisig oder Eddy de Raad. Die zwei neuen Feldspieler Eriks Blums aus Lettland und Renke Bitter von der HSG Varel sind zudem echte Verstärkungen.

Gleich drei neue Torhüter wurden mit Maik Haverkamp vom TV Neerstedt, Björn Bröckerhoff von der HSG Varel und Krzysztof Gasiorowski vom HSV Peenetal Loitz verpflichtet. Alle drei hätten sich in den Vorbereitungsspielen bewährt, meinte Arek Blacha. Wer die Nummer eins in Zukunft sein wird, sei deshalb schwer zu entscheiden. Maik Haverkamp aber dürfte vermutlich zunächst gegen Aurich am Sonnabend anfangen.

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Insgesamt, so Blacha, passen die Neuzugänge auch menschlich sehr gut zur Mannschaft. Alle würden den Handballsport lieben und seien mit allem Engagement dabei. Deshalb seien die Voraussetzungen für die neue Saison eigentlich sehr gut, so Blacha. Vielleicht wird auch Christoph Buyny, der für die neue Saison eigentlich Aufgaben im Management des VfL übernehmen soll, auch in der einen oder anderen Partie als Aktiver aushelfen. Jetzt geht es für den VfL um einen erfolgreichen Saisonstart.