EDEWECHT - Vor 600 Zuschauern in der Breeweghalle kassierte Handball-Zweitligist VfL Edewecht mit 28:30 (13:12) gegen den HV Hannover eine Niederlage gegen einen schlagbaren Gegner.
In einem umkämpften Spiel konnten beide Mannschaften lange Zeit ihre Nervosität nicht ablegen. Edewecht gelang die erste deutliche Führung. Jörn Wolterink, Lars Sörensen, Steffen Köhler und Arek Blacha warfen einen Dreitore-Vorsprung zum 11:8 in der 23. Minute heraus. Hannover aber erzielte in den nächsten drei Minuten drei Tore und glich zum 11:11 aus. Zur Halbzeit führte Edewecht knapp mit 13:12..
Nach dem Seitenwechsel wurde weiterhin um jeden Ball gefightet. Bis zum 19:19 (40. Minute) verlief das Spiel völlig ausgeglichen. Dann erhöhten Sebastian Redeker und Jörn Woltering auf 21:19, doch Hannover schaffte erneut den Ausgleich. Noch einmal ging Edewecht mit 23:22 in Führung (46. Minute), dann kippte das Spiel.
In der 50. Minute geriet Edewecht durch einem verwandelten Siebenmeter 23:24 in Rückstand und in der 51. Minute erhielt Tobias Weihrauch eine Zeitstrafe. Gerade als Weihrauch wieder das Spielfeld betrat, führte ein unnötiger Torwurf zu einem Ballverlust und Hannover erhöhte mit einem Tempogegenstoß auf 24:27, zudem kassierte Lars Sörensen für seine Abwehraktion eine Zweiminuten-Strafe. Wieder in Unterzahl lag Edewecht nach 56 Minuten mit 26:29 zurück. Meik Schäfer verkürzte noch einmal, doch dann erhielt auch Christoph Buyny eine Zeitstrafe. Am Ende hieß es 28:30 gegen den VfL.
Die Enttäuschung war den Spielern und Zuschauern anzusehen. Die Mannschaft hatte zu Hause zwei Punkte liegengelassen.
Stimmen zur Partie gegen Hannover
Holger Niekamp (Trainer VfL Edewecht): Im Angriff haben wir in der zweiten Halbzeit zu wenig Druck aus dem Rückraum ausgeübt und 18 Gegentore im zweiten Abschnitt sind einfach zu viel.
Benedikt Wendler (Torwart Edewecht): Wir sind schon sehr enttäuscht. Es fehlte zeitweise die letzte Konsequenz in der Abwehr. Auch in Unterzahl sollten wir versuchen, dem Gegner den Schneid abzukaufen. Wir hätten es packen können.
Lars Sörensen (VfL Edewecht): Es ist schon sehr schade, zu Hause zwei Punkte abzugeben. In den letzten 15 Minuten haben wir zu viele einfache Tore kassiert.
Thorsten Lucht (Management VfL Edewecht): Die Niederlage wäre nicht nötig gewesen. Trotzdem sehe ich gute Perspektiven für den VfL. 600 Zuschauer an einem Mittwochabend zeigen doch, dass das Interesse an Zweitligahandball in Edewecht groß ist.
