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Eeten-Elf vor emotionalen Abschieden Nach 15 Jahren steht Stefan Eeten ein letztes Mal an der Seitenlinie des RSV Visquard

RSV-Trainer Stefan Eeten (im weißen Shirt) hört nach 15 Jahren als Trainer auf. Jens Eeten (links daneben) wechselt zum TuS Pewsum. Eine weitere Kreisliga-Legende aus Visquard steht ebenfalls vor einem emotionalen Abschied.

RSV-Trainer Stefan Eeten (im weißen Shirt) hört nach 15 Jahren als Trainer auf. Jens Eeten (links daneben) wechselt zum TuS Pewsum. Eine weitere Kreisliga-Legende aus Visquard steht ebenfalls vor einem emotionalen Abschied.

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Emden - Gänsehautalarm beim RSV Visquard: An diesem Samstag dürfte im Derby gegen den FC Loquard (17 Uhr) kein Auge trocken bleiben. Sie hat zusammen gekämpft, sie hat der Kreisliga alle Ehre gemacht und sie hat für die ganz besonderen Fußball-Momente gesorgt: Jetzt stehen bei der Eeten-Elf aus Visquard gleich drei Abschiede an, darunter der von RSV-Trainer Stefan Eeten. Er wird nach 15 Jahren an diesem Wochenende zum letzten Mal an der Seitenlinie in der tiefsten Krummhörn stehen. Und ganz vielleicht wird er sich sogar noch einmal ein grünes Trikot überstreifen und selbst auflaufen.

Fußballschuhe dabei

„Meine Fußballschuhe habe ich immer dabei. Ich entscheide das aus dem Bauch heraus. Es könnte passieren“, verrät Stefan Eeten. Die 200 Meter von seinem Haus zum Platz werden für ihn an diesem Samstag keine leichten sein. „Als Spielertrainer habe ich angefangen und 2008 die Mannschaft dann übernommen. Da werden einige Tränen fließen, das wird richtig emotional“, sagt der Noch-Trainer aus Visquard.

Sein Verein hat im Rahmen des letzten Saisonspiels gegen den FC Loquard ein ganz besonderes Programm auf die Beine gestellt. Bereits um 14 Uhr bestreitet die B-Jugend des JFV Krummhörn ein Punktspiel gegen den FC Rastede. Um 15 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen, um 16 Uhr tritt die Tanzgruppe vom Kindergarten Arche auf. Eine Hüpfburg wird aufgebaut, Kinderschminken gibt es auch und eine musikalische Begleitung durch Stadionsprecher „Wölfi“ Meyer ist garantiert.

Und wäre dieses Fest nicht schon Grund genug für einen Besuch beim RSV Visquard, stehen neben dem Abschied von Stefan Eeten zwei weitere an. Jens Eeten wird zum vorerst letzten Mal für die Eeten-Elf auflaufen, er wechselt zur neuen Saison zum TuS Pewsum. Und dann wäre da noch der Abschied von einem Spieler, der wie kaum ein anderer die Kreisliga verkörpert. Nach zehn Jahren im RSV-Dress zieht auch Maik Eeten den Schlussstrich. „Mein Körper macht nach mehreren Verletzungen einfach nicht mehr mit“, sagt der Mann, der beim RSV Visquard viele Rollen eingenommen hat. In der Innenverteidigung eine Bank, als Kapitän ein Spielführer, als Co-Trainer die pure Emotion an der Seitenlinie. Und wenn einmal Not am Mann war, dann stand er auch im Tor. Im ersten Saisonspiel beim Süderneulander SV (4:0) hat Maik Eeten den Kasten sauber gehalten.

Ein Sieg zum Abschied

Im vorletzten Saisonspiel gegen den TuS Esens II hat der RSV Visquard einen 8:0-Kantersieg gefeiert. Im letzten Saisonspiel gegen Loquard soll ein erneuter Erfolg folgen. „Es wäre schön, sich mit einem Sieg zu verabschieden“, sagt Stefan Eeten. Für beide Teams geht es nach dem erreichten Klassenerhalt aus sportlicher Sicht um nichts mehr. Und doch verspricht dieses Derby die geballte Ladung an Emotionen.

„Visket muss man leben“

Ein Club, der wohl mehr Veterano-Flaschen auf Vorrat hat, als der Supermarkt um die Ecke, ein Club, der in der tiefsten Krummhörn in den vergangenen Jahren Aufstiege und einen sensationellen Pokalsieg bejubelt hat, ein Club, der wie wohl kein anderer wirklich eine Familie ist sagt „Tschüss“ zu zwei verdienten Spielern und einem Legenden-Trainer. Oder um es mit den Worten von Stefan Eeten zu sagen: „Visket muss man leben!“

Carmen Böhling
Carmen Böhling Emder Zeitung
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