Hude - Gelbe Filzkugeln sausen durch die Luft, Spieler wirbeln umher und strecken die Schläger nach dem Ball.
Der Huder Tennisverein hat zum Tag der offenen Tür geladen. Gemeinsam mit mehr als 3000 Vereinen beteiligt er sich an der bundesweiten Aktion „Deutschland spielt Tennis!“ vom Deutschen Tennis-Bund. In Hude hat der Tag der offenen Tür schon eine lange Tradition, erklärt 2. Vorsitzende Gerlinde Werner. Verbunden ist er stets mit dem Eröffnungsturnier zu Saisonbeginn und einem kleinen Rahmenprogramm.
Süleyman (8) hält den Schläger schon in der Hand und kann es kaum erwarten, endlich loszulegen. Emma (8) und Carl (10) spielen bereits zwei Jahre Tennis. „Es ist viel besser als Fußball“, findet Emma. Am liebsten mögen die beiden Geschwister echte Turniere. Doch zunächst gilt es, die korrekte Technik zu erlernen. Wie halte ich den Schläger richtig, wie treffe ich den Ball überhaupt? Diese Fragen beantwortet Jan-Hendrik Heuer. Der 26-Jährige ist seit sechs Jahren als Trainer in Hude aktiv und gewöhnt die Schützlinge an die Filzkugeln. Währenddessen tragen ein paar Felder weiter die Vereinsmitglieder ihr Eröffnungsturnier aus.
Allen Neueinsteigern bietet der Tag der offenen Tür eine gute Gelegenheit, den Sport auszuprobieren, Verein und Trainer kennen zu lernen. „Wem es gefällt, der kann unverbindlich Probestunden nehmen“, erklärt Gerlinde Werner.
268 Mitglieder zählt der Huder Tennisverein bereits und es werden kontinuierlich mehr. Eine Altersbegrenzung gäbe es bei diesem Sport nicht, sagt Trainer Frank Lesemann aus Ganderkesee. Er selbst spielt seit 30 Jahren Tennis und unterrichtet seit zwei Jahren nebenberuflich „schlagkräftige“ Huder. Die jüngsten Spieler im Verein sind vier Jahre alt, die ältesten um die 70.
In Hude ist die Tennis-Begeisterung ungebrochen, bundesweit sieht es nicht so gut aus. „Uns fehlt eine Identifikationsfigur“, ist Lesemann überzeugt. Deutschland habe sehr gute Damen in der Weltspitze, aber er wünscht sich einen „neuen Boris Becker“.
