EINSWARDEN - Wenn eine Mannschaft einen wichtigen Heimsieg einfährt, sollten alle Beteiligten eigentlich zufrieden sein. Doch zu verkrampft spielten die Handballerinnen der HSG Blexer TB/SV Nordenham, um vollends glücklich die Halle zu verlassen. Trotzdem langte es für einen 17:15 (11:10)-Erfolg gegen die HSG Neuenburg/Bockhorn II, womit sie weiterhin Anschluss an das untere Mittelfeld der Landesklasse halten.
Von Beginn an verlief das Spiel sehr zerfahren. Die Führung wechselte wiederholt hin und her. Trainer Jochen Kaiser vermutete nach der Begegnung: „Vielleicht war der Druck einfach etwas zu groß, weil wir unbedingt gewinnen mussten.“ Jede seiner Spielerinnen zeigte Kampfgeist, wollte aber eventuell zu viel und so häuften sich die Fehler. Das gilt allerdings für beide Seiten, denn auch Neuenburg steht weit unten im Tabellenkeller. Immerhin ging Nordenham mit einer knappen Führung in die Halbzeitpause, die nach Wiederanpfiff auf 13:10 erhöht wurde.
Fielen in den folgenden Minuten zumindest noch vereinzelt Treffer, gab es ab der 40. Minute eine zehnminütige Torflaute, in der es keinem Team gelang, die gegnerische Torfrau zu überwinden. Viele Einzelaktionen prägten nun das Spiel und waren nicht von Erfolg gekrönt. Kurz vor dem Abpfiff erzielte Bockhorn sogar wieder den Ausgleich, doch zwei späte Treffer von Melanie Bredehorn und Nicole Rohde bedeuteten schließlich doch noch den ersehnten Heimsieg.
„Es war keine Glanzleistung von uns, doch am Ende sind nur die zwei gewonnenen Punkte entscheidend“, bilanzierte Kaiser das dürftige Auftreten seiner Mannschaft.
HSG: Mühlan, Dörrbecker; Rohde (7/3), Banse (3), Bredehorn (3/1), Tönjes (2), Hansing (1), Heidtke (1), Scholz, Ewert.
Spielstationen: 4:2 (10.), 5:5 (16.), 9:7 (25.), 11:10 (30.), 13:10 (34.), 14:12 (40.), 14:12 (50.), 15:15 (55.), 17:15 (60.).
